Ursprünglich sollte sich die Höhe des allgemeinen Bußgelds für alle Verstöße gegen das niederländische Entsendungsgesetz (WagwEU) auf 12.000 Euro belaufen. Anlässlich der Einführung der Meldepflicht am 1. März 2020 wurde der Betrag durch die niederländische Regierung gesenkt: Künftig gilt bei Verstößen gegen die Meldepflicht für Dienstleister eine Staffelung nach Anzahl der entsandten Arbeitnehmer - zwischen 1.500 und 4.500 Euro.

Wenn der Empfänger der Dienstleistung gegen seine Kontrollpflicht verstößt, beträgt das Bußgeld 1.500 Euro. Wenn es sich hierbei allerdings um eine natürliche Person handelt, wird die Summe auf 750 Euro gesenkt.

Außerdem sind Ermäßigungen auf 25, 50 oder 75 Prozent möglich - abhängig von den Umständen. 

Informationen zur A1-Bescheinigung auch nachträglich möglich

Nach den Regeln der neuen Meldepflicht muss unter anderem das Vorliegen der A1-Bescheinigung als Nachweis für die Sozialversicherungspflicht gemeldet werden. Dazu gibt es eine aktuelle Information: "Wir haben Kontakt mit der Sozialversicherungsbank aufgenommen, um zu erfahren, ob man das Vorliegen einer A1-Bescheinigung im Zweifel auch nachmelden kann, wenn man sie zu kurzfristig beantragt hat", berichtet Marije van der Tol, Anwältin in der Rotterdamer Kanzlei HELEX Advocaten & Rechtsanwälte. "Dies wurde bejaht - unter der Voraussetzung, dass die Unterlagen innerhalb von zwei Wochen nach Projektstart hinzugefügt werden und der betreffende entsandte Mitarbeiter während der Entsendung eine Kopie des A1-Bescheinigungsantrags bei sich hat."

Alle Informationen zur neuen Meldepflicht stellt das niederländische Ministerium für Soziales und Arbeit in deutscher Sprache zur Verfügung.

Weitere Details zur Meldepflicht finden Sie im Beitrag " Niederlande starten Meldepflicht am 1. März 2020 ".