Die Corona-Pandemie hat es besonders vor Augen geführt: Es gibt Umstände, die die Gesundheit und Sicherheit von Geschäftsreisenden bedrohen können - deswegen haben Unternehmen eine besondere Sorgfaltspflicht für ihre Mitarbeiter. Dies gilt natürlich genauso für Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle, Kriminalität und Terrorismus. Unternehmen sollten zum Schutz der Mitarbeiter und des eigenen Betriebs ein Risikomanagement betreiben. 

Dies kann das Potenzial von Ereignissen bei Geschäftsreisen antizipieren und bewerten, Maßnahmen zur Minderung von Risiken entwickeln und Mitarbeiter auf mögliche Risiken vorbereiten. Denn die Beratung und Versorgung der Reisenden mit adäquaten medizinischen und Notfallanweisungen sowie Sicherheits- und IT-Sicherheitsvorkehrungen liegen in der Verantwortung der Firmen.

Was ist die DIN ISO 31030:2021?

Im Jahr 2021 hat die International Organization for Standardization die 48-seitige Norm DIN ISO 31030:2021 veröffentlicht - damit bekommen Unternehmen und andere Organisationen ein Risikomanagement-Rahmenwerk an die Hand, mit dem sie präventiv agieren können. Basierend auf den Prinzipien der ISO 31000 bietet der neue, auf Reise-Risikomanagement spezialisierte Leitfaden eine detaillierte Beschreibung des Risikobewältigungsprozesses.

Warum ist eine Beschäftigung mit der Norm sinnvoll?

Die meisten Unternehmen werden die Risiken bei Geschäftsreisen in einem gewissen Maße im Blick haben. Es könnte sich aber lohnen, sich mit dem neuen Rahmenwerk für wirkungsvolles Risikomanagement zu beschäftigen, um gegebenenfalls einen existierenden Prozess einer Organisation anzupassen. Zudem können Sie als Unternehmen im Schadensfall nachweisen, dass Sie Risikoereignisse nicht dem Zufall überlassen haben - was grundsätzlich auch einer Argumentation hinsichtlich grober Fahrlässigkeit als Ursache eines Schadensereignisses entgegenwirken kann.

Weitere Informationen zur Norm DIN ISO 31030:2021 finden Sie auf der Seite der Organisation ISO.