Abkommen

Seit dem 1. Januar 2021 gilt der neue Partnerschaftsvertrag zwischen der EU und Großbritannien. Das Abkommen wurde Ende April vom EU-Parlament ratifiziert und trat am 1. Mai 2021 endgültig in Kraft.

Arbeitsrecht

In der Übergangphase konnten EU-Bürger, die schon längere Zeit (fünf Jahre oder mehr) im Vereinigten Königreich gewohnt oder gearbeitet haben, einen sogenannten "settled status" (dauerhaftes Aufenthaltsrecht) beantragen. Alle, die erst kürzlich vor der Übergangphase im Vereinigten Königreich gearbeitet oder gelebt haben, erhielten zunächst einen "pre-settled status", mit dem sie weitere fünf Jahre im UK arbeiten können. Anschließend kann dann der "settled status" beantragt werden. Ziehen EU-Bürger erst nach dem Stichtag nach Großbritannien, müssen sie ein Visum beantragen. Dieses wird auf Basis eines Punktesystems erteilt. Faktoren wie Einkommenshöhe und Branche spielen dabei eine Rolle.

Aktuelle Informationen zur Mitarbeiterentsendung sowie zur A1-Bescheinigung nach dem Brexit finden Sie in unserer Übersicht. Hinweise zu Entgeltabrechnung und Lohnsteuer finden Sie bei TK-Lex.

Aufenthaltsrecht

EU-Bürger können das Vereinigte Königreich für einen Aufenthalt von maximal sechs Monaten besuchen. Für längere Aufenthalte wird ein Visum benötigt. Britische Staatsangehörige, die in ein EU-Land reisen möchten und sich dort länger als 90 Tage aufhalten wollen, müssen für Einreise und Aufenthalt die gleichen Voraussetzungen wie Personen aus Drittländern erfüllen. Dies gilt auch für britische Staatsbürger mit Zweitwohnsitz in der EU. Weitere Informationen finden Sie beim Bundesinnenministerium.

Erasmus

Für Studierende aus dem Vereinigten Königreich gibt es jetzt das sogenannte Turing Scheme als Ersatz für Erasmus. Austauschstudenten aus der EU können jedoch weiterhin mit Erasmus ins Vereinigte Königreich reisen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel .

Gesundheitsversorgung

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte ( EHIC ) erhalten EU-Bürger, die sich vorübergehend im Vereinigten Königreich aufhalten, nach wie vor eine ärztliche Versorgung. Auf der Internetseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) werden Hinweise zum Brexit für alle Betroffenen bereitgestellt, zum Beispiel für Studierende, Entsandte und Arbeitnehmer.

Grenzgänger

Britische Staatsangehörige, die als Grenzgänger-Arbeitnehmer oder Grenzgänger-Selbstständige vor dem 31. Dezember 2020 in Deutschland tätig waren und weiterhin tätig sein werden, können von der zuständigen Ausländerbehörde ein Dokument unter der Bezeichnung "Aufenthaltsdokument-Grenzgänger-GB" beantragen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel .

Reisepass

Der deutsche Personalausweis reicht für eine Reise nach Großbritannien ab dem 1. Oktober 2021 nicht mehr aus. Bürger der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums und aus der Schweiz benötigen dann einen gültigen Reisepass. 

Unternehmensstandort

Britische Unternehmen haben nicht mehr automatisch das Recht, Dienstleistungen in der gesamten EU anzubieten. Wenn sie weiterhin in der EU tätig sein wollen, müssen sie sich dort niederlassen. Weitere Informationen finden Sie in der "Checkliste zur Vorbereitung auf den Brexit für Unternehmen" bei der Europäischen Kommission.

Zoll

Waren, die zwischen dem Vereinigten Königreich und EU-Ländern gehandelt werden, unterliegen keinen Zöllen oder Quoten. Es gibt jedoch neue Verfahren für die Beförderung von Waren in und aus dem Vereinigten Königreich. Weitere Informationen erteilt der Zoll.

Weitere Informationen

Das Auswärtige Amt sowie die Deutsche Auslandsvertretung UK haben auf ihren Internetseiten nach Themengebieten sortierte Fragenkataloge mit Verweisen zu allen relevanten Institutionen zusammengestellt.

Zudem finden Sie alle Informationen rund um den Brexit in unseren FAQ .