Diverse Softwareanbieter stellen ihre Produkte aktuell kostenfrei zur Verfügung - vielfach mit der Begründung, dass damit der Arbeitsalltag aufrechterhalten und Ansteckungsgefahren minimiert werden. Dass dahinter auch der Wunsch stecken könnte, die Krise als Gelegenheit für das Neukundengeschäft zu nutzen, liegt nahe. Allerdings erhalten Bestandskunden zum Teil erweiterte Funktionen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.

Ungeachtet dessen sollte berücksichtigt werden, dass insbesondere Programme zum Fernzugriff hohes Potenzial für Datenschutzlücken bieten und Videokonferenzen die Einbindung des Betriebsrats erfordern (§ 87 BetrVG). Mit Fremdanbietern muss außerdem ein gesonderter Vertrag abgeschlossen werden (§ 28 DSGVO).

Beispiele für aktuelle Angebote

(Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt lediglich einen Auszug verfügbarer Team-Software dar.)

Google erlaubt Firmen und Bildungseinrichtungen angesichts der Corona-Krise bis zum 1. Juli 2020 die kostenlose Nutzung von Premium-Features des Produkts "G-Suite", die zum Beispiel Video- und Telefonkonferenzen mit maximal 250 Teilnehmern umfassen. 

Mit dem Online-Meeting-Tool "Webex" von Cisco haben Unternehmen die Gelegenheit, mit der aktuellen Gratisversion Meetings mit bis zu 100 Teilnehmern abzuhalten. 

"Microsoft" bietet Neukunden für sechs Monate eine kostenlose Version des Produkts "Teams" an, über das die Office-Anwendungen gemeinsam mit anderen in Echtzeit genutzt werden können. Außerdem sind Audio- oder Videogespräche für Einzelpersonen und Gruppen möglich. 

Die für Fernwartung und Fernzugriff ausgerichtete Lösung "Team Viewer" drückt laut PC Welt aktuell ein Auge zu, wenn die private Version geschäftlich genutzt wird.