Laut der Analyse des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) stieg die Anzahl der Geschäftsreisen im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von 195,4 Millionen. Dies entspricht einem Plus zum Vorjahr von 3,1 Prozent.
 
Zum Anstieg haben nach Angaben des Verbands vor allem mehr Auslandsreisen beigetragen, etwa aus dem verarbeitenden Gewerbe und Bau. Fast jede dritte Geschäftsreise aus diesen Bereichen ging ins Ausland, wie der VDR in seiner Jahresbilanz erklärte.

Auch bei der Anzahl der Übernachtungen im Ausland ging es bergauf - auf 74,3 Millionen nach 72,5 Millionen im Vorjahr. Grund hierfür war laut VDR vor allem die Reisetätigkeit größerer Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. 

Coronavirus-Pandemie "historische Zäsur"

"Für Unternehmen, ihre reisenden Mitarbeiter und die gesamte Geschäftsreisebranche ist die Corona-Pandemie eine historische Zäsur", bewertet der VDR die aktuelle Situation. Nach der aktuellen Umfrage sind deutsche Unternehmen weiterhin äußerst verhalten, was geschäftliche Reisen ins In- und Ausland betrifft.

Der Anteil der Unternehmen, die Geschäftsreisen nur in begründeten Ausnahmefällen erlauben, lag Anfang Oktober laut der regelmäßigen Umfrage des Verbands wieder über 90 Prozent. 

Aktuelle Regelungen und Informationen zu Reisen

Die Bundesregierung berichtet auf einer eigens eingerichteten Internetseite tagesaktuell über die aktuellen Regeln für Reisende und Pendler. Dort wird auch die Frage beantwortet, was bei Reisen ins Ausland und bei der Rückkehr aus Risikogebieten zu beachten ist. Die EU-Kommission bietet auf der Webseite reopen.europa.eu Informationen für Reisen ins jeweilige Zielland.

Nach einer aktuellen Entscheidung der Bundesregierung soll künftig die bisherige Quarantäneregelung zur Rückkehr aus Risikogebieten von 14 Tage auf zehn Tage verkürzt werden. Außerdem soll eine digitale Einreiseanmeldung die Aussteigekarte aus Papier ersetzen. Die neue Verordnung soll am 8. November 2020 in Kraft treten.