Fluggesellschaften wie Lufthansa und Austrian Airlines verpflichten derzeit auf ausgewählten Strecken alle Passagiere zu einem Corona-Schnelltest vor dem Boarding. 

Mit solchen Tests erhofft sich die Branche ein Wiederaufleben des internationalen Reisegeschäfts. "Erfolgreiches Testen ganzer Flüge kann der Schlüssel zum Wiederbeleben des internationalen Flugverkehrs werden", sagte Lufthansa-Vorstandsmitglied Christina Foerster in einer Pressemeldung. Die Tests sollen auch dafür sorgen, dass die derzeit in vielen Staaten geltenden Quarantäneregeln  aufgehoben werden.

Boarding nur bei negativem Testergebnis

Wer die speziellen Flüge buchen will, wird von der Lufthansa im Vorfeld über das Pilotprojekt "Covid 19-Tested Flights" informiert. Passagiere müssen zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Die Ergebnisse aus dem Rachenabstrich liegen 30 bis 60 Minuten nach dem Test vor. Das Flugzeug dürfen dann nur jene betreten, deren Test negativ ausgefallen ist. 

Unverändert gilt auch bei diesen Flügen die allgemeine Maskenpflicht. Alternativ können Fluggäste einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. 

Wer sich den verpflichtenden Tests nicht unterziehen will und keinen aktuellen Corona-Negativ-Bescheid vorweist, kann kostenlos umbuchen oder den Flug stornieren.

Positiver Test - was nun?

Bei einem positiven Ergebnis erfolgt gemäß der Labormeldepflicht in Deutschland eine sofortige Information an das zuständige Gesundheitsamt. Betroffene Personen sind dann gesetzlich verpflichtet, sich für mindestens zehn Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.