Mit dem Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" will die Bundesregierung dazu beitragen, den Ausbildungsmarkt während der Corona-Pandemie zu stabilisieren. Das Programm ist für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) gedacht - betroffene Betriebe können darüber Zuschüsse erhalten. Für 2022 stehen für das Bundesprogramm noch 185 Millionen Euro zur Verfügung.

Prämien zur Erhaltung und Schaffung von Ausbildungsplätzen 

Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern, die in anerkannten Ausbildungsberufen ausbilden, können für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie erhalten. Dies gilt aber nur, wenn sie ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern. Für das Ausbildungsjahr 2021/2022 beträgt die Höhe der Prämie 4.000 Euro. 

Unternehmen, die ihr Angebot an Ausbildungsplätzen sogar erhöhen, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine "Ausbildungsprämie plus" in Höhe von 6.000 Euro.

Wichtig: Der Ausbildungsbetrieb muss von der Coronapandemie erheblich betroffen sein. Dieser Fall liegt vor, wenn entweder Kurzarbeitergeld gezahlt wurde oder wenn der Betrieb einen bestimmten Umsatzrückgang zu verzeichnen hat. Die genauen Bedingungen erklärt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Seite.

Die Ausbildungsprämie wird außerdem nur ausgezahlt, wenn das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht und die Prämie innerhalb von drei Monaten nach Ende der Probezeit beantragt wird.

Förderungen für das Ausbildungsjahr 2021/2022 noch bis 15. September 2022

Für Ausbildungen, die zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 15. Februar 2022 begonnen haben, kann die Ausbildungsprämie (plus) in Höhe von 4.000 oder 6.000 Euro noch bis zum 15. September 2022 beantragt werden.

Informationen und Antragsunterlagen

Weitere Informationen, die genauen Bedingungen und Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.