Reisewarnung

Das Auswärtige Amt warnt anlässlich der Coronavirus-Pandemie vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in zahlreiche Länder. Die bisherige Covid-19-Reisewarnung wird ab dem 1. Oktober 2020 durch differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise sowie Reisewarnungen abgelöst. In einer FAQ-Liste beantwortet das Auswärtige Amt alle Fragen rund um die Beschränkungen für Reisende. So wird unter anderem erklärt, dass es sich bei einer Reisewarnung nicht um ein Reiseverbot handelt, sondern um einen dringenden Appell. Sie könne aber mittelbar rechtliche Auswirkungen haben, beispielsweise für die Gültigkeit einer privaten Reisekrankenversicherung. Informationen erhalten Reisende beim jeweiligen Anbieter ihrer Versicherung. 

Risikogebiete

Das Robert-Koch-Institut (RKI) führt eine aktuelle Liste der Regionen, die als Risikogebiet eingestuft werden. Rückkehrer aus Risikogebieten sind laut einer bundesweiten Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) seit dem 8. August dazu verpflichtet, sich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben und auf Anforderung des zuständigen Gesundheitsamtes ein negatives Zeugnis über einen Covid-19-Test vorzulegen. Hierzu sind ab dem 1. Oktober 2020 Medienberichten zufolge Änderungen geplant.

Was aktuell für Reisende gilt, die aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen zurückkehren, erklärt das BMG auf einer speziellen Internetseite. Übrigens: Die Einstufung als Corona-Risikogebiet zieht ab dem 1. Oktober 2020 automatisch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nach sich.

Grenzpendler

Ausnahmen von Quarantänemaßnahmen können für Pendler gelten, die zum Beispiel täglich zur Arbeit nach Deutschland fahren: Sie sind "in der Regel nach landesrechtlicher Regelung von der Quarantäne-Verpflichtung ausgenommen", erklärt das BMG im FAQ-Bereich auf seiner Internetseite. Auch eine Pflicht zur Vorlage von negativen Testbescheinigungen gelte für sie nicht. 

Einreisebeschränkungen bei Auslandsreisen

Einige Staaten verlangen von ausländischen Reisenden ein negatives PCR-Testergebnis für die Einreise. Informationen erhalten Sie bei der Botschaft des jeweiligen Landes sowie in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

Krisenvorsorgeliste

Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich bei Auslandsreisen in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes einzutragen. Damit können die deutschen Auslandsvertretungen im Ernstfall aktiv werden und zum Beispiel Angehörige kontaktieren.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu den Auswirkungen der Pandemie erhalten Arbeitgeber auf unserer Sonderseite "Coronavirus: Aktuelle Informationen für Arbeitgeber". In den FAQ wird zum Beispiel die Frage erörtert, unter welchen Bedingungen Arbeitgeber Dienstreisen ins Ausland anordnen dürfen. 

Die Bundesregierung gibt auf ihrer Seite "Coronavirus in Deutschland"einen Überblick über Reisewarnungen, Risikogebiete und Quarantänemaßnahmen für Reisende.

Tipp: TK-Webinar am 11.09.2020 "Urlaub während Corona: Wie Arbeitgeber richtig reagieren" verpasst? In unserem Archiv können Sie sich das Webinar noch einmal anschauen.