Eine generelle weltweite Reisewarnung besteht nicht mehr, stattdessen gibt das Auswärtige Amt nur noch differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise. Für jedes Reiseland informiert das Ministerium auf seiner Webseite über die vor Ort geltenden Einreisebestimmungen. Auch das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht eine aktuelle Liste, die alle Länder aufführt, die als Virusvariantengebiete oder Hochrisikogebiete eingestuft werden. Derzeit wird jedoch kein Land dort gelistet.

Einreise nach Deutschland

Seit dem 3. März 2022 besteht bei der Einreise nach Deutschland für Personen ab zwölf Jahren eine allgemeine Verpflichtung zum Mitführen eines COVID-Nachweises. So muss bei der Einreise nach Deutschland ein Test-, ein Genesenen- oder ein Impfnachweis vorzeigbar sein. Grundsätzlich dürfen Antigentests oder PCR-Tests zum (geplanten) Zeitpunkt der Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten ist zwingend ein PCR-Testnachweis erforderlich, ein Antigentest oder ein Genesenen- oder Impfnachweis reichen hier nicht aus. Achtung: Die COVID-Nachweispflicht besteht auch für Flugreisende, die lediglich an einem Flughafen in Deutschland umsteigen. 

Das gilt für Grenzpendler

Für Grenzpendler und Grenzgänger gilt die Nachweispflicht nur bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet, Virusvariantengebiet oder bei Einreise auf dem Luftweg. Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet auf dem Landweg ist dabei ein neuer negativer Test nur zweimal pro Woche erforderlich. Auch wer sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet  oder Virusvariantengebiet aufgehalten hat oder nur für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreist, muss zweimal pro Woche einen neuen negativen Test vorweisen. 

Test-, Genesenen- oder Impfnachweis müssen Beförderungsunternehmen vor der Reise zur Überprüfung vorgelegt werden. Nur im grenzüberschreitenden Bahnverkehr oder im grenzüberschreitenden Kurzstreckenseeverkehr kann die Vorlage auch noch während der Beförderung erfolgen. Der Nachweis ist außerdem den deutschen Grenzbehörden bei der Einreise auf Anforderung vorzulegen.

Braucht man für Reisen in der EU das digitale EU-Impfzertifikat?

Grundsätzlich reicht der gelbe Impfpass als Nachweis aus - das digitale Zertifikat dient in erster Linie dazu, Reisen innerhalb der EU zu erleichtern. Gut zu wissen: Für den Zugang zu öffentlichen Räumen wie Restaurants oder Museen werden in einigen Ländern nur digitale Nachweise akzeptiert, weil sie besser überprüft werden können. 

Wichtigster Bestandteil des EU-weit gültigen Zertifikats ist der QR-Code, der die Impfung, die Genesung oder einen negativen Test nachweist. Das digitale COVID-Zertifikat ist in Arztpraxen oder Apotheken zunächst in Papierform erhältlich und lässt sich dann digital auf dem Smartphone speichern. Die EU gibt auf der Seite "Re-open EU" einen Überblick pro Land, welche Bestimmungen für Reisen in Europa gelten.

Wie lange sind die Nachweise gültig?

Ohne eine Booster-Impfung verlieren EU-Impfzertifikate neun Monate (270 Tage) nach der Grundimmunisierung ihre Gültigkeit. Diese Regelung ist für Geschäftsreisende relevant, denn nach Ablauf dieser Frist werden sie ohne Auffrischungsimpfung bei Grenzübertritten wie Ungeimpfte behandelt. Das bedeutet in der Regel, dass sie bei Reisen in der EU einen aktuellen negativen Test brauchen oder sogar in Quarantäne müssen. Wie lange die Grundimmunisierung in den jeweiligen Ländern - etwa für Restaurantbesuche oder Veranstaltungen - anerkannt wird, kann sich jedoch unterscheiden. Auch diese Informationen finden Sie auf der Seite Re-open EU.