Die Coronavirus-Pandemie sorgt weiterhin für erhöhten Aufwand bei geschäftlichen Auslandsreisen - auch was steuerrechtliche Fragen betrifft. "Im Moment interessieren sich unsere Kunden vor allem für Informationen rund um die Erstattung von Corona-spezifischen Mehrkosten bei Auslandsdienstreisen", berichtet Achim Siegmann, Fachberater für Internationales Steuerrecht bei der Steuerberatungsgesellschaft Lehleiter + Partner. 

Für Corona-Tests gilt: Arbeitnehmer bekommen die Kosten für verpflichtende Tests bei dienstlichen Reisen als Reisenebenkosten steuerfrei vom Arbeitgeber erstattet - unabhängig davon, ob der Test im In- oder Ausland gemacht wurde. Selbiges trifft auch für hausärztliche Bescheinigungen über Symptomfreiheit zu.

Wer zahlt im Quarantänefall?

Muss der Arbeitnehmer nach seiner Dienstreise in Deutschland in Quarantäne, greifen die Kostenübernahmeregeln für behördlich angeordnete Quarantänen. Das heißt: Das Gesundheitsamt erstattet dem Arbeitgeber für die Zeit der Quarantäne die Lohnfortzahlung.

Wird jedoch im Ausland von Behörden eine Quarantäne auf eigene Kosten im Hotel angeordnet, hat der Arbeitgeber diese Kosten zu tragen. "Unternehmen sollten sich deswegen vorher gut informieren, welche Quarantäneregeln im Zielland gelten, und die anfallenden Kosten in ihre Kalkulation einbeziehen", rät Siegmann.