Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat eine kurze Broschüre mit dem Titel "Coronavirus SARS-CoV-2 - Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb" herausgegeben, in der sie darüber informiert, wie Unternehmen mit Verdachts- und Erkrankungsfällen im Betrieb umgehen können. 

Hier die wichtigsten Tipps:

Vorgehen bei Verdacht auf eine Corona-Erkrankung im Betrieb

Wenn ein Mitarbeiter Symptome aufweist, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten,

  • schicken Sie den betroffenen Beschäftigten umgehend nach Hause, 
  • weisen Sie den Mitarbeiter darauf hin, dass sich er sich bei seinem Hausarzt telefonisch anmelden soll, 
  • lüften Sie die Räume, in denen sich der Mitarbeiter aufgehalten hat, so gut wie möglich,
  • und lassen Sie alle Kontaktflächen von dafür geschultem Personal mit einem geprüften, für Viren geeigneten Desinfektionsmittel desinfizieren. Dazu gehört nicht nur der Arbeitsplatz, sondern auch Türgriffe, Sanitäranlagen etc. 

Für die Inaktivierung des Virus SARS-CoV-2 sind alle Desinfektionsmittel mit nachgewiesener begrenzt viruzider Wirksamkeit geeignet. Produkte mit dem Wirkspektrum begrenzt viruzid PLUS und viruzid können ebenfalls angewendet werden.

Stellen Sie dann fest, welche Personen sich in unmittelbarer Nähe des Betroffenen aufgehalten haben. Diese Informationen müssen bei Bedarf dem Gesundheitsamt übermittelt werden, um Infektionsketten zu rekonstruieren. 

Test und häusliche Quarantäne

Über das weitere Vorgehen entscheidet der Hausarzt. Hat er ebenfalls einen Corona-Verdacht, meldet er dies dem zuständigen Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt kann dann mit dem Arbeitgeber weitere Absprachen treffen, zum Beispiel im Hinblick auf den Umgang mit Kontaktpersonen. Bis das Testergebnis vorliegt, muss sich der Mitarbeiter in häusliche Quarantäne begeben.

Fällt der Corona-Test positiv aus, muss der Mitarbeiter für die Dauer von zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben, auch wenn die Krankheit mild verläuft. Der Arzt meldet das positive Ergebnis dem Gesundheitsamt. Dieses wendet sich an den Arbeitgeber und ordnet weitere Regelungen an.

Der Arbeitgeber sollte mit dem betroffenen Mitarbeiter in Kontakt bleiben, damit er ggf. weitere Fragen klären kann, zum Beispiel zur Lohnfortzahlung, Homeoffice oder ähnliches.

Rückkehr an den Arbeitsplatz

Das Gesundheitsamt bzw. der behandelnde Arzt entscheiden darüber, wann eine Rückkehr an den Arbeitsplatz wieder möglich ist. Die Kriterien für die Entlassung aus der Quarantäne finden Sie beim Robert Koch Institut (RKI).

Außerdem sollte grundsätzlich für eine gewisse Übergangszeit und in enger Abstimmung mit dem Mitarbeiter die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, von zu Hause aus zu arbeiten, Überstunden abzubauen oder Urlaub zu nehmen.