Grundlage hierfür ist die Einführung einer zusätzlichen Regelung im Gesetz (§ 56 Abs. 1a IfSG). Sie gilt für Sorgeberechtigte von Kindern unter zwölf Jahren und dann, wenn Kindertagesstätte oder Schule auf behördliche Anordnung geschlossen wurden.

Für die Auszahlung des Geldes gibt es allerdings eine Reihe weiterer Voraussetzungen. So müssen Eltern nachweisen, dass sie in diesem Zeitraum keine andere zumutbare Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherstellen können. Dazu zählt das Bundesgesundheitsministerium beispielsweise die sogenannte Notbetreuung, den anderen Elternteil oder Verwandte, die die Betreuung des Kindes wahrnehmen können.

In den ersten 10 Wochen erhalten Arbeitnehmer die Entschädigung als Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Alleinerziehende haben sogar bis zu 20 Wochen Anspruch auf Entschädigung. Der Arbeitgeber kann sich die Aufwendungen per Erstattungsantrag von der zuständigen Behörde zurückholen.

Ab der 11. Woche bzw. 21. Woche müssen die Arbeitnehmer selbst einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, wenn sie die Entschädigung weiterhin erhalten wollen.

Zuständig für die Antragstellung sind die örtlichen Gesundheitsämter, die in der Regel auf ihren Internetseiten Formulare zum Download zur Verfügung stellen.

Hilfen und Informationen zur Antragstellung

Auf der Seite ifsg-online.de des Bundesministerium des Innern, für Bauen und Heimat (BMI) finden Sie ausführliche Informationen zur Entschädigung, zu den Voraussetzungen und zur Antragstellung. Aktuell sind elf Bundesländer auf der Seite vertreten und bieten dort Online-Formulare an.