Aufgrund des Impffortschritts hatte die EU-Kommission dem Rat Anfang Mai 2021 eine Empfehlung an die EU-Länder vorgeschlagen, die die Lockerung der derzeitigen Beschränkungen für nicht unbedingt notwendige Reisen - darunter auch Geschäftsreisen - aus Drittstaaten in die EU vorsieht. 

Die Mitgliedstaaten haben sich nun auf eine Aktualisierung des gemeinsamen Rahmens für Einreisebeschränkungen geeinigt. Dieser umfasst auch Lockerungen für geimpfte Drittstaatler, die bald uneingeschränkt einreisen dürfen sollen. Voraussetzung: Sie haben 14 Tage vor der Einreise die letzte empfohlene Dosis eines Impfstoffs erhalten, der in der EU zugelassen ist. Außerdem soll die Liste der Drittstaaten mit einer guten epidemiologischen Situation erweitert werden. 

Ziel der aktualisierten Empfehlung, welche vom Europäischen Rat noch formell angenommen werden muss, ist es, den internationalen Reiseverkehr zwischen den als sicher eingestuften Ländern schrittweise wieder aufnehmen zu können.

Notbremse gegen Virusvarianten

Neben den Lockerungen enthält die Einigung zugleich einen "Notbremse"-Mechanismus, um das Risiko der Einschleppung von Coronavirus-Varianten in die EU zu begrenzen. Damit soll den Mitgliedstaaten ein schnelles Handeln gegen die Ausbreitung neuer Virusvarianten ermöglicht werden. Reisen aus betroffenen Ländern sollen demnach auf ein absolutes Minimum beschränkt werden können, bis geeignete Hygienemaßnahmen ergriffen werden. 

Weitere Informationen

Einige Länder sind von den derzeitigen Beschränkungen bereits ausgenommen, darunter etwa Australien und Israel. Die neueste Liste findet sich auf der Webplattform reopen.eu, auf der Informationen über Reisen und Urlaub in der EU laufend aktualisiert werden.