In Deutschland steht mittlerweile genügend Impfstoff für alle bereit. Wer sich impfen lassen möchte, kann einen Termin beim Arzt oder in einem Impfzentrum machen. Darüber hinaus bieten auch viele Betriebe Impfungen an.  

In Deutschland besteht laut Coronavirus-Impfverordnung eine allgemeine Impfberechtigung unter den folgenden Bedingungen:

  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung
  • Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in der Bundesrepublik

Grenzpendler und internationale Beschäftigte

Internationale Beschäftigte und Grenzgänger können demnach in der Bundesrepublik impfberechtigt sein, wenn sie durch ihre Beschäftigung in Deutschland krankenversichert sind. Dies gilt unabhängig von der Meldeadresse. Auch entsandte Arbeitnehmer aus der EU, dem EWR oder der Schweiz, die aufgrund einer A1-Bescheinigung nicht in Deutschland sozialversicherungspflichtig sind, haben Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung, wenn sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Staatsgebiet haben.

Ausnahme: Bestimmte Berufsgruppen

Generell impfberechtigt - unabhängig von der Krankenversicherung oder dem Wohnsitz - sind laut der Coronavirus-Impfverordnung zurzeit zudem Menschen, die in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen tätig sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen sowie ambulanter Pflegedienste
  • Medizinisches Personal
  • Polizei- und Ordnungskräfte
  • Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Beschäftigte in Grund-, Sonder- und Förderschulen sowie Kindertageseinrichtungen

Digitales COVID-Zertifikat der EU

Das digitale COVID-Zertifikat der EU ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten und ist ein Nachweis dafür, dass man entweder gegen COVID-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Das digitale COVID-Zertifikat der EU wird in allen Mitgliedstaaten anerkannt und sorgt dafür, dass derzeit geltende Beschränkungen abgestimmt aufgehoben werden können. Die Ausstellung erfolgt über die nationalen Behörden. Ob auf einem mobilen Gerät gespeichert oder in Papierfassung: Beide Versionen weisen einen QR-Code mit wichtigen, zentralen Informationen sowie eine digitale Unterschrift auf, um das Zertifikat zu verifizieren.  

Das digitale COVID-Zertifikat der EU soll den freien Personenverkehr innerhalb der EU erleichtern. Es soll dabei keine Voraussetzung für die Freizügigkeit der EU-Bürger sein, sondern lediglich das Reisen erleichtern. Das Grundrecht der Freizügigkeit besteht laut Kommission auch weiterhin für Personen, die sich noch nicht impfen lassen konnten oder dies nicht wollen. Diese Gruppen müssen gegebenenfalls mit Einschränkungen wie verpflichtenden Tests und Quarantänezeiten rechnen.

Weitere Informationen

Die wichtigsten und häufigsten Fragen zur Corona-Schutzimpfung und zur Impfstrategie hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf seiner Internetseite in einem FAQ-Katalog zusammengestellt. 

Auf dem Impfdashboard des BMG lassen sich Informationen zum Impffortschritt und den gelieferten Impfdosen finden.

Ebenfalls in einem FAQ-Katalog informiert die EU-Kommission über den geplanten digitalen grünen Pass.