Die Anspruchsvoraussetzungen für eine Impfung gegen SARS-CoV-2 legt jedes Land selbst fest. Zudem gilt - solange der Impfstoff noch knapp ist - ein fester Impfplan mit unterschiedlich priorisierten Gruppen. 

In Deutschland besteht laut Coronavirus-Impfverordnung eine allgemeine Impfberechtigung unter den folgenden Bedingungen:

  • Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung
  • Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in der Bundesrepublik

Zudem müssen die Personen zum jetzigen Zeitpunkt auch die Kriterien einer priorisierten Gruppe erfüllen. 

Grenzpendler und internationale Beschäftigte

Internationale Beschäftigte und Grenzgänger können demnach in der Bundesrepublik impfberechtigt sein, wenn sie durch ihre Beschäftigung in Deutschland krankenversichert sind. Dies gilt unabhängig von der Meldeadresse. Auch entsandte Arbeitnehmer aus der EU, dem EWR oder der Schweiz, die aufgrund einer A1-Bescheinigung nicht in Deutschland sozialversicherungspflichtig sind, haben Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung, wenn sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Staatsgebiet haben.

Ausnahme: Bestimmte Berufsgruppen

Generell impfberechtigt - unabhängig von der Krankenversicherung oder dem Wohnsitz - sind laut der Coronavirus-Impfverordnung zurzeit zudem Menschen, die in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen tätig sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen sowie ambulanter Pflegedienste
  • Medizinisches Personal
  • Polizei- und Ordnungskräfte
  • Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Beschäftigte in Grund-, Sonder- und Förderschulen sowie Kindertageseinrichtungen

Aus Deutschland entsandte Arbeitnehmer

Deutsche Arbeitnehmer, die ins Ausland entsandt sind, haben in der Bundesrepublik aktuell einen Impfanspruch, wenn sie zu einer der Prioritäten-Gruppen gehören und weiterhin in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert sind.

EU-weiter grüner Pass in Planung

Bereits im Oktober hatte sich die EU auf ein gemeinsames Vorgehen bei den Reisebeschränkungen geeinigt. Damit soll das Recht der Unionsbürger auf Freizügigkeit unter Pandemiebedingungen gewährleistet werden. 

Um dies weiter zu erleichtern, hat die EU-Kommission im März einen Vorschlag für einen sogenannten digitalen grünen Pass unterbreitet. In diesem sollen sämtliche Dokumente wie standardisierte interoperable Impfnachweise, Testergebnisse von PCR- und den EU-weit anerkannten Schnelltests sowie Zertifikate über eine überstandene Corona-Infektion gebündelt werden. Die Nachweise sollen in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt werden. Drittländer sollen dazu ermutigt werden, die Zertifikate ebenfalls zu akzeptieren.

Der digitale grüne Pass soll dabei keine Voraussetzung für die Freizügigkeit der EU-Bürger werden, sondern lediglich das Reisen erleichtern. Das Grundrecht der Freizügigkeit besteht laut Kommission auch weiterhin für Personen, die sich noch nicht impfen lassen konnten oder dies nicht wollen. Gegebenenfalls müssen diese Gruppen mit Einschränkungen wie verpflichtenden Tests und Quarantänezeiten rechnen.

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag noch zustimmen. 

Weitere Informationen

Die wichtigsten und häufigsten Fragen zur Corona-Schutzimpfung und zur Impfstrategie hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf seiner Internetseite in einem FAQ-Katalog zusammengestellt. 

Auf dem Impfdashboard des BMG lassen sich Informationen zum Impffortschritt und den gelieferten Impfdosen finden.

Ebenfalls in einem FAQ-Katalog informiert die EU-Kommission über den geplanten digitalen grünen Pass.