Intensives und fachgerechtes Lüften von Innenräumen hilft dabei, die Virenkonzentration im Raum zu verringern. So kann die Ansteckungsgefahr in Räumen, die von mehreren Personen genutzt werden, gesenkt werden.

Berufsgenossenschaften, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) haben Hilfen herausgegeben, die das richtige Lüften erleichtern sollen.

Lüftungsrechner 

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe stellt den BGN-Lüftungsrechner zur Verfügung: An einer Drehscheibe kann man Raumvolumen und Personenzahl eingeben und ablesen, in welchen Intervallen gelüftet werden sollte.

CO2-App: Rechner und Timer

Das Institut für Arbeitsschutz der DGUV hat eine Co2-App veröffentlicht, mit der man die CO2-Konzentration in Räumen berechnen kann. Sie helfe dabei, die optimale Zeit und Frequenz zur Lüftung eines Raums zu bestimmen, so das Institut auf seiner Seite. Zusätzlich kann man sich einen Timer einstellen, der an das nächste Lüften erinnert.

Branchenübersicht und Empfehlungen

Die DGUV hat Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen herausgegeben, die auch Belüftungsarten und -techniken benennen. 

Welches Lüftungsverhalten für welche Branche sinnvoll ist, hat die DGUV in einem Überblick zusammengestellt.

Auch die BAuA hat Hinweise und Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften zusammengestellt.

Weitere Empfehlungen, wie man die Infektionsgefahr in (Großraum-) Büros möglichst gering hält, finden Sie bei TK-Lex.

Handlungsempfehlung der Bundesregierung

Mit der Empfehlung "Infektionsschutzgerechtes Lüften" will die Bundesregierung orientieren und Handlungssicherheit unter anderem für den Arbeitsschutz schaffen. Denn nach aktuellen Erkenntnissen wird das Corona-Virus SARS-CoV-2 vor allem durch eingeatmete Tröpfchen und Aerosole übertragen. Deswegen ist nicht nur das Einhalten eines bestimmten Abstands sinnvoll, sondern auch die richtige Lufthygiene.

gesund.bund: Das Coronavirus in 3D

Übrigens: Was genau passiert, wenn man sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert, können Sie sich in einer 3D-Animation ansehen.