Die Zettelwirtschaft am Airport hat ein Ende: Die Bundesregierung hat jetzt eine bundesweit einheitliche digitale Einreiseanmeldung freigeschaltet, die das bisherige Ausfüllen von Aussteigekarten ersetzt. Statt der schriftlich auszufüllenden Dokumente übernimmt nun das Onlineportal Digitale Einreiseanmeldung die Übermittlung der Daten an die Behörden. 

Schnell und einfach

Bisher galt eine 14-tägige Quarantänepflicht für Rückkehrer und Einreisende aus Risikogebieten. Inzwischen müssen sich Rückkehrer aus diesen Regionen grundsätzlich für zehn Tage nach Einreise in häusliche Isolation begeben. Weitere Informationen - auch zu Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen - gibt es auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums (BMG).

Risikogebiet oder nicht?

Ob das Land, aus dem Reisende kommen, ein Risikogebiet ist oder nicht, müssen Nutzer der digitalen Einreiseanmeldung nicht selbst herausfinden - dies erledigt das Onlineportal nach der Eingabe des Landes selbst. Über das Menü werden Reisende Schritt für Schritt über ihre Pflichten informiert - etwa zum Eingeben der Reise- und Kontaktdaten und die zehntägige Quarantäne am Zielort. 

Hintergrund für die Einführung des digitalen Angebots waren zahlreiche unvollständig oder fehlerhaft ausgefüllte Aussteigekarten, die Flugreisende bei der Landung ausfüllen mussten. Reiserückkehrern steht nun die digitale Anmeldung per PC, Tablet oder Smartphone zur Verfügung. Die Daten werden den Gesundheitsämtern übermittelt - Fehlangaben kaum mehr möglich.

Datenschutz ist gewährleistet

Laut Bundesinnenministerium (BMI) entspricht die Plattform strengen Datenschutzanforderungen: Alle Angaben werden nach der Beendigung der Quarantäne gelöscht. Gesundheitsämter können auf sie zugreifen und damit die Dauer der Quarantäne überwachen. Erfasst werden Personenstammdaten (Name, Wohnanschrift etc.) und Reisedaten sowie die Daten von Mitreisenden. Die Gesundheitsämter setzen diese aber nicht zur Kontaktnachverfolgung ein.