Die Arbeit im Homeoffice wird für Grenzgänger auch künftig wie normale Arbeit behandelt, solange der Arbeitnehmer ausschließlich aus Gründen der Corona-Bekämpfung im Homeoffice ist. Bis mindestens zum 30. Juni 2022 ergeben sich laut der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) keine Änderungen hinsichtlich des anwendbaren Sozialversicherungsrechts. 

Kein neuer Sozialversicherungsnachweis

Das bedeutet unter anderem, dass eine A1-Bescheinigung zum Nachweis einer gültigen Sozialversicherung im Heimatland weiterhin nicht erforderlich ist. Hintergrund ist, dass die Tätigkeit im Homeoffice im Rahmen der Bekämpfung von COVID-19 lediglich vorübergehend stattfindet und vereinbar mit dem Direktionsrecht des Arbeitgebers ist. Auch für Personen, die unabhängig von der aktuellen Corona-Situation gewöhnlich in mehreren Staaten erwerbstätig sind und nun ihre Arbeitszeit anders verteilen müssen, ergeben sich keine Änderungen im Sozialversicherungsrecht. Das gilt auch, wenn die Tätigkeit vorübergehend ausschließlich von zu Hause aus ausgeübt wird.

Aktuelle Vignette anbringen

Wer aus dem Homeoffice an seinen Arbeitsplatz in der Schweiz zurückkehrt, muss darauf achten, dass im Auto eine gültige Vignette für 2022 klebt. Seit dem 1. Februar 2022 darf die Schweizer Autobahn nur noch mit der aktuellen, violetten Vignette befahren werden. Sie kostet 40 Franken, also knapp 38 Euro, und kann an einer offiziellen Verkaufsstelle oder an den besetzten Grenzübergängen der Schweiz erworben werden.