Konkret bedeutet das laut Pressemeldung des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Von März bis Ende Oktober 2021 sollen landwirtschaftliche Betriebe ihre ausländischen Saisonarbeitskräfte 102 statt 70 Tage (vier statt drei Monate) sozialversicherungsfrei beschäftigen können. 

Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Bevölkerung mit heimischem Obst und Gemüse zu versorgen. Gleichzeitig soll durch die geringere Fluktuation das Infektionsrisiko verringert werden.  

Um sicherzustellen, dass kurzfristig Beschäftigte auch tatsächlich über eine anderweitige Absicherung im Krankheitsfall verfügen, sollen Arbeitgeber für diese Beschäftigten Meldungen zur Art der krankenversicherungsrechtlichen Absicherung angeben müssen. 

Ein kurzfristig Beschäftigter soll auch als privat krankenversichert gelten, wenn er für die Zeit dieser Beschäftigung über seinen Arbeitgeber innerhalb einer privaten Gruppenversicherung abgesichert ist.

Weiter ist geplant, dass der Arbeitgeber zukünftig eine automatisierte Rückmeldung über Vorversicherungszeiten erhält, wenn er die kurzfristige Beschäftigung bei der Minijobzentrale anmeldet. So bekommt er Rechtssicherheit darüber, ob die Zeitgrenzen für die kurzfristige Beschäftigung überschritten werden. 

Als nächstes wird im Bundestag über die Ausweitung beraten.