Um doppelte Steuern zu vermeiden, haben beispielsweise Deutschland und Luxemburg im Oktober eine neue Verständnisvereinbarung unterzeichnet, die nun mindestens bis zum Jahresende gilt. Grenzpendler, die aufgrund der Pandemie momentan von zu Hause arbeiten, versteuern ihren Lohn weiterhin einheitlich in nur einem Staat. Die im Homeoffice verbrachten Tage werden in der Steuererklärung als reguläre Arbeitstage angerechnet. Das Abkommen erweitert die bereits bestehende Vereinbarung vom April 2020 zusätzlich um Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. 

Zeitlich befristete Sonderregelung 

Wer die Regelung nutzen möchte, braucht eine Bescheinigung seines Arbeitgebers über die im Homeoffice verbrachten Tage. Diese sogenannte Tatsachen-Fiktion gilt jedoch ausschließlich für die Tage, die der Arbeitnehmer zur Bekämpfung von COVID-19 im Homeoffice arbeitet. Ausgenommen sind Arbeitstage, die grundsätzlich im Homeoffice oder in einem Drittstaat verbracht worden wären.

Die DBA-Ausnahmeregelungen für Grenzpendler wurden auch für die Niederlande, Belgien, Frankreich und Österreich verlängert. Die Mitteilungen sind auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums (BMF) einsehbar.