Für die Festlegung der Sachbezüge ist der Verbraucherpreisindex des Vorjahres maßgeblich. Für 2020 wird der Zeitraum von Juni 2018 bis Juni 2019 herangezogen: Der Verbraucherpreisindex für Verpflegung ist um 2,8 Prozent gestiegen, der Verbraucherpreisindex für Unterkunft oder Mieten um 1,8 Prozent.

Sachbezug Verpflegung

Der Monatswert für Verpflegung wird ab 1. Januar 2020 voraussichtlich auf 258 Euro angehoben. Damit sind für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten

  • für ein Frühstück 1,80 Euro und
  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,40 Euro

anzusetzen.

Sachbezug Unterkunft

Ab 1. Januar 2020 wird der Wert für Unterkunft oder Mieten voraussichtlich 235 Euro betragen. Kalendertäglich beträgt der Wert ab dem 1. Januar 2020 voraussichtlich 7,83 Euro. Der Wert der Unterkunft kann auch mit dem ortsüblichen Mietpreis bewertet werden, wenn der Tabellenwert nach Lage des Einzelfalls unbillig wäre (§ 2 Abs. 3 SvEV). 

Neue Sachbezugswerte ab 1. Januar 2020 ansetzen

Die voraussichtlichen Sachbezugswerte für das kommende Jahr sind bereits ab dem ersten Abrechnungsmonat des Jahres 2020 maßgeblich. Sie sind einheitlich sowohl steuer- als auch beitragspflichtig in der Sozialversicherung.

Jährliche Anpassung der Sachbezugswerte

Die Sachbezugswerte werden jährlich durch eine Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) angepasst, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erlassen wird. Der Bundesrat muss der Verordnung zustimmen. Der Referentenentwurf der 11. Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) liegt jetzt vor. Die geänderte SvEV soll voraussichtlich am 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Alle Sachbezugswerte - auch für die Vorjahre - finden Sie in unserer Übersicht.