Eine Beschäftigung gilt nicht als kurzfristig, wenn 

  • sie berufsmäßig ausgeübt wird und 
  • ihr Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt. 

Prüfung der Berufsmäßigkeit

Eine Beschäftigung gilt als berufsmäßig, wenn sie für den Beschäftigten nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. Ob dies der Fall ist, muss pro Einzelfall beurteilt werden. 

Eine Prüfung ist allerdings nicht erforderlich, wenn das Entgelt maximal 450 Euro im Monat beträgt. 

Veränderte Praxis nach BSG-Urteil: anteilige Verdienstgrenze entfällt

Bis Ende 2017 musste bei Beschäftigungen unter einem Monat ein anteiliger Monatswert berechnet werden, um das Einhalten der 450-Euro-Grenze zu prüfen. Diese Praxis wurde am 5. Dezember 2017 vom Bundessozialgericht gekippt: Auch in den Fällen, in denen eine Beschäftigung nicht einen vollen Monat ausgeübt wird, ist stets der Grenzbetrag von 450 Euro in voller Höhe heranzuziehen (BSG, 5.12.2017, Az. B 12 R 10/15 R).

Für Arbeitgeber und kurzfristige Aushilfen kann das Urteil Vorteile bringen: Arbeitgeber können seitdem einen sozialversicherungsfreien kurzfristigen Minijob melden, auch wenn sie ihren Aushilfen für nur wenige Tage bis zu 450 Euro zahlen.