Mit dem GVWG werden leistungsrechtliche Verbesserungen in der sozialen Pflegeversicherung umgesetzt, die Pflegebedürftige entlasten und die Versorgung verbessern sollen. Zu den Änderungen gehören:

  • Eine Steigerung der Sachleistungsbeträge für professionelle Pflegeleistungen durch ambulante Pflegedienste.
  • Ein Zuschlag zum Eigenanteil der Pflegebedürftigen, um diese vor Überforderung durch steigende Pflegekosten zu schützen.
  • Eine Erweiterung der Entscheidungsbefugnisse von Pflegefachkräften, damit sie passgenauer auf die individuelle Situation von Pflegebedürftigen eingehen können.
  • Die Koppelung der Zulassung von Pflegeeinrichtungen an die Bezahlung des Tariflohns für Pflege- und Betreuungskräfte sowie ein bundeseinheitlicher Personalschlüssel für die Personalbemessung in Pflegeheimen.

PV-Beitragszuschlag für Kinderlose steigt

Zudem wird der Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung angepasst. Er wird von den betroffenen Arbeitnehmern allein getragen. Zum 1. Januar 2022 erhöht er sich von 0,25 Prozent um 0,1 Prozentpunkte auf 0,35 Prozent.

Damit gilt für zuschlagspflichtige Arbeitnehmer ab dem 1. Januar 2022 ein Pflegeversicherungsbeitragssatz von 3,4 Prozent (2021 3,3 Prozent). 

Für alle anderen Arbeitnehmer ändert sich nichts. Für sie gilt weiterhin ein Pflegeversicherungsbeitragssatz von 3,05 Prozent.