Bisher konnten Einmalzahlungen, die mit großem zeitlichen Abstand nach Beschäftigungsende gezahlt wurden, beitragsfrei sein. Der Grund dafür war die ungeklärte zeitliche Zuordnung zu einem früheren Entgeltabrechnungszeitraum, in dem der Betroffene noch beschäftigt war.  

Laut des Regierungsentwurfs des 8. SGB IV-Änderungsgesetzes soll dies ab dem kommenden Jahr anders geregelt werden: Die Abgeltung von Zeitguthaben soll dann stets dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum der beendeten Beschäftigung zugeordnet werden, unabhängig davon, wie lange dieser schon her ist. Damit soll ab 1. Januar 2023 die klare Regel gelten, dass sämtliche Sonderzahlungen generell verbeitragt werden. Soweit die genutzten Entgeltabrechnungsprogramme diese Möglichkeit noch nicht berücksichtigen, sollen Arbeitgeber Ausfüllhilfen wie zum Beispiel sv.net nutzen. 

Der Regierungsentwurf des 8. SGB IV-Änderungsgesetzes wurde am 31. August 2022 veröffentlicht und befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren.