Für jeden Beschäftigten, der am 31. Dezember eines Jahres versicherungspflichtig ist, müssen Arbeitgeber mit der ersten folgenden Entgeltabrechnung, spätestens bis zum 15. Februar des Folgejahres eine Jahresmeldung abgeben (§ 10 DEÜV).

Liegt die Jahresmeldung bis zu diesem Zeitpunkt nicht vor, können Krankenkassen die Jahresmeldungen für das abgelaufene Kalenderjahr elektronisch beim Arbeitgeber anfordern. Dies gilt grundsätzlich seit dem 1. Januar 2021 erstmals für das Kalenderjahr 2020.

Die TK wird das elektronische Verfahren ab dem Kalenderjahr 2022 für fehlende Jahresmeldungen einführen: und zwar beginnend mit dem Kalenderjahr 2021. 

Für Meldezeiträume vor dem 1. Januar 2021 und Erinnerungen bleibt das bisherige Verfahren in Papierform bestehen.

Wie müssen Arbeitgeber vorgehen, wenn die Krankenkasse eine Jahresmeldung anfordert?

Wenn die Anforderung beim Arbeitgeber eingeht, hat dieser spätestens bis zur nächsten Entgeltabrechnung Zeit, die fehlende Jahresmeldung auf elektronischem Weg abzugeben.

Krankenkassen fordern fehlende Jahresmeldungen nur einmal auf dem elektronischen Weg an. Reagiert der Arbeitgeber darauf nicht, erfolgt die weitere Korrespondenz außerhalb des elektronischen Arbeitgeber-Meldeverfahrens. 

Geringfügige Beschäftigungen, UV-Jahresmeldungen

Fehlende Jahresmeldungen für geringfügig Beschäftigte werden weiterhin ausschließlich in Papierform angefordert. 

Und: Dieses Verfahren gilt nicht für fehlende Unfallversicherungs-Jahresmeldungen.