Ab Januar 2019 gilt wieder die Steuerbefreiung für Jobtickets:

Zuschüsse des Arbeitgebers zu Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Job und Wohnung sind steuerfrei. So sieht es der Gesetzentwurf vor (§ 3 Nummer 15 EStG-Entwurf). Das Gleiche gilt für die unentgeltliche oder verbilligte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Jobticket 2019: Steuerbefreiung gilt auch für private Fahrten

Die Steuerbefreiung gilt auch für private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. Das bedeutet, dass das steuerfreie Jobticket auch in der Freizeit genutzt werden kann. In die Steuerbefreiung werden auch Fälle wie Rahmenabkommen einbezogen: also Fälle, bei denen der Arbeitgeber nur mittelbar an der Vorteilsgewährung beteiligt ist.

Zuschüsse zur Taxinutzung nicht steuerfrei

Arbeitgeberleistungen für die Nutzung eines Taxis sind hingegen nicht steuerfrei. Außerdem gilt die Steuerfreiheit nicht für Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge), die durch Umwandlung des Arbeitslohns finanziert werden.

Steuerfreie Leistungen kürzen Werbungskostenabzug

Die steuerfreien Leistungen mindern den Betrag, den man bei der Steuererklärung als Entfernungspauschale abziehen kann (0,30 Euro pro Entfernungskilometer und Arbeitstag). So soll eine Überbegünstigung gegenüber denjenigen verhindert werden, die die betreffenden Aufwendungen selbst aus ihrem versteuerten Einkommen bezahlen.

Private Nutzung: Steuersatz für Elektro- und Hybridfahrzeuge sinkt

Die private Nutzung eines Dienstwagens muss mit einem Prozent des Listenpreises pro Monat versteuert werden. Dieser Satz sinkt für vollelektrische Fahrzeuge und Hybridfahrzeuge auf 0,5 Prozent, sofern sie nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden. Hybridfahrzeuge müssen allerdings eine rein elektrische Reichweite von mindestens 50 Kilometern aufweisen und eine Schadstoff-Obergrenze einhalten. 

Dienstfahrräder werden steuerfrei

Arbeitnehmer, die ein Dienstfahrrad nutzen, das ihnen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wurde, müssen dies ab 2019 nicht mehr versteuern. Die Steuerbefreiung gilt ab Januar 2019 und sowohl für Elektrofahrräder als auch für herkömmliche Fahrräder. Ist ein Elektrofahrrad jedoch verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen - zum Beispiel weil der Motor Geschwindigkeiten über 25 Kilometer pro Stunde unterstützt - müssen für die Bewertung des geldwerten Vorteils die Regelungen der Dienstwagenbesteuerung angewandt werden. Mit der Regelung soll das umweltfreundliche Engagement der Fahrradnutzer und deren Arbeitgeber honoriert werden.

Die Steuerbefreiung ist vorerst bis Ende 2021 befristet. Sie gilt nicht für die Modelle des E-Bike-Leasings, bei denen die Finanzierung mittels Gehaltsumwandlung erfolgt.

Bei der Steuererklärung erfolgt keine Anrechnung auf die Entfernungspauschale.

Den Gesetzestext nachlesen

Das "Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" wird nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten und der Verkündung im Bundesgesetzblatt in weiten Teilen zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Sie finden den kompletten Text auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.