Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg hat in der Kategorie Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gewonnen: mit seinem Projekt zur Stress- und Trauma-Prävention für die Belegschaft.

Speziell Berufstätige im Gesundheitsbereich erfahren häufig eine besonders starke psychische Belastung am Arbeitsplatz, so das UKE in seiner Bewerbung um den Personalwirtschaftspreis: Notfälle und ethische Zwickmühlen, schwerkranke und sterbende Patienten, psychisch belastete Angehörige, sogar gewalttätige Übergriffe in Akutbereichen wirken auf das Pflegepersonal ein. Mit zum Teil schwerwiegenden Folgen wie chronischem Stress, Burnout, Traumatisierung oder dem Weggang der Beschäftigten.

Kollegen helfen Kollegen

Mit dem Siegerprojekt "Stress- und Trauma-Prävention" orientiert sich das UKE an den Vorgaben und Empfehlungen der DGUV.

Es orientiert sich an den drei Formen der Prävention: der primären Prävention, nämlich vor Eintritt eines potenziell traumatischen Ereignisses, der sekundären Prävention, also unmittelbar nach einem potenziell traumatischen Erlebnis, und der tertiären Prävention bei Verdacht auf bzw. Bestehen von Gesundheitsstörungen infolge eines traumatischen Erlebnisses.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der sekundären Prävention. Es werden kollegiale Berater, sogenannte Peers, ausgebildet, die im Umgang mit diesen schwierigen Situationen helfen.

Laudatorin Dr. Sabine Voermanns, Leiterin des BGM der Techniker: "Die Betroffenen sind hier zu Beteiligten geworden!" Professor Dr. med. Ingo Schäfer von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bedankte sich bei seinem Team und feierte den Sieg als Gesamtleistung.

Preisverleihung online ansehen

Die Preisverleihung  können Sie sich unter personalwirtschaft.de ansehen, dort finden Sie auch alle Gewinnerprojekte.