Für die Sommermonate Juni, Juli und August 2022 hat die Regierung das sogenannte 9-Euro-Ticket eingeführt. Es gilt bundesweit im Nahverkehr, soll vor allem Pendler entlasten und die Bevölkerung dazu anregen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. 

Was gilt in Bezug auf Arbeitgeberzuschüsse?

Für die drei Sommermonate, in denen das 9-Euro-Ticket gilt, hat das BMF eine Vereinfachungsregelung herausgegeben: 

Nach dem Gesetz sind Arbeitgeberzuschüsse für ÖPNV-Tickets bei der steuerlichen Befreiung auf die Höhe der Aufwendungen des Arbeitnehmers beschränkt (§ 3 Nr. 15 EstG).

Für Juni bis August gilt nun: Es wird nicht beanstandet, wenn die Zuschüsse des Arbeitgebers die Aufwendungen des Arbeitnehmers für ÖPNV-Tickets im Kalendermonat übersteigen. Allerdings nur, wenn die Zuschüsse nicht höher liegen als die gesamten Aufwendungen des Arbeitnehmers für öffentliche Verkehrsmittel im Jahr 2022 (Jahresbetrachtung).

Zahlt ein Arbeitgeber in der Jahresbetrachtung 2022 mehr Zuschüsse, als der Arbeitnehmer an Aufwendungen hatte, muss er den Differenzbetrag als steuerpflichtigen Arbeitslohn behandeln.

Arbeitgeberbescheinigungen

Das BMF weist außerdem darauf hin, dass die Arbeitgeberzuschüsse zu öffentlichen Verkehrsmitteln den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag mindern und dass die gesamten Zuschüsse im Kalenderjahr vom Arbeitgeber bescheinigt werden müssen (§ 3 Nr. 15 EstG).