Seit 2004 hat sich der Abstand zwischen der Spitzengruppe und den aufholenden Ländern mehr als halbiert, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Vor 15 Jahren, als erstmals Daten der Länder vorlagen, waren die Arbeitskosten in den teuren Ländern achtmal so hoch wie in den Staaten mit niedrigem Lohnniveau.

Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. In Deutschland kostet eine Stunde Arbeit im produzierenden Gewerbe und bei wirtschaftlichen Dienstleistungen laut Statistik 35 Euro.

Auf 100 Euro Bruttoverdienst zahlen deutsche Arbeitgeber aus dem Industrie- und Dienstleistungsgewerbe 27 Euro Lohnnebenkosten. Damit liegt die Bundesrepublik im EU-Vergleich auf Rang 14.

OECD-Jahresbericht: Belgische Singles zahlen die höchsten Abgaben

Einmal im Jahr wirft die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einen globalen Blick auf die Lohnnebenkosten für Arbeitnehmer. Alleinstehend, ohne Kinder, Arbeitsort Belgien - mit dieser Konstellation zahlen Erwerbstätige laut OECD-Jahresbericht die höchsten Abgaben. Deutschland liegt auf Platz zwei für Personen mit der höchsten Steuerklasse. Bei Alleinverdienern mit Familienanschluss stehen Frankreich und Italien an erster Stelle. Deutschland belegt Platz neun.