Eine schwedische Hotelkette beruft einen Director of Accessibility in die oberste Führungsebene. In Österreich geben sich Unternehmen untereinander Tipps zum besseren Zugang für behinderte Personen. Und in den Niederlanden schafft eine soziale Unternehmensberatung Arbeitsplätze für Menschen mit Einschränkungen und entlastet somit das Fachpersonal. Das sind nur drei von elf Beispielen aus der Studie "Inklusion in anderen Ländern". 

Deutsche Defizite in der Umsetzung

Ziel der gemeinsamen Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ist, Anregungen für Unternehmen und Verbände zu geben, wie Barrierefreiheit strukturell gestaltet werden kann. 

Der Blick ins Ausland war hierfür offensichtlich hilfreich: Denn trotz rechtlicher Rahmenbedingungen kommen die Studienautoren zu dem Schluss, dass Deutschland in Sachen Barrierefreiheit an einigen Stellen hinterherhinkt. Derzeit herrsche in vielen deutschen Unternehmen der Ansatz vor, nur dann in die Barrierefreiheit zu investieren, wenn ein konkreter Einzelfall vorliege, so die Forscher. Das sei für die Firmen mit unnötig hohen Kosten verbunden. Zudem hindere das Vorgehen Unternehmen daran, das Potenzial von Menschen mit Behinderung voll auszuschöpfen.

Was können deutsche Unternehmen von den Beispielen lernen? Antworten darauf gibt es in der Studie "Inklusion in anderen Ländern", die Sie zum Beispiel auf der Seite der DGUV herunterladen können.