Das BMAS hat die Berichtsreihe Mitte Februar 2021 begonnen. Im aktuellen Bericht für Mai 2021 ermitteln die Experten per repräsentativer Umfrage, wie weit Homeoffice inzwischen verbreitet ist, wie die Corona-Impfungen unter den Beschäftigten voranschreiten, inwieweit Unternehmen Corona-Tests anbieten und nutzen, ob sich Beschäftigte am Arbeitsplatz ansteckungsgefährdet fühlen und wie ihr allgemeines Belastungsempfinden ist.

Überdurchschnittlicher Impffortschritt

Etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Befragten gab an, zum Zeitpunkt der Befragung Mitte Mai 2021 bereits mindestens eine Corona-Impfung erhalten zu haben. 12 Prozent waren schon vollständig geimpft. 

Der Anteil der mindestens einmal Geimpften an der Bevölkerung lag zu dem Zeitpunkt bei ca. 40 Prozent, also deutlich niedriger. Als Grund machen die Experten unter anderem die Priorisierung bestimmter Beschäftigtengruppen in der Corona-Impfverordnung aus.

Und obwohl sich die Impfungen durch Betriebsärzte zum Zeitpunkt der Befragung noch in Vorbereitung befanden, gab es bei 36 Prozent der Befragten bereits Impfangebote in irgendeiner Form durch den Arbeitgeber, zum Beispiel durch kooperierende niedergelassene Ärzte.

Homeoffice weit verbreitet

Homeoffice ist nach wie vor weit verbreitet: 44 Prozent der Befragten arbeiten zumindest teilweise im Homeoffice, 29 Prozent überwiegend oder komplett. Wenn man das mit der Situation vor der Corona-Pandemie vergleicht, hat sich der Homeoffice-Anteil verdoppelt. 

Die Beschäftigten im Homeoffice sind mit ihrer Situation zufrieden. Auch nach Ende der Corona-Pandemie möchten die meisten Beschäftigten gern weiterhin mehr im Homeoffice arbeiten können. Aber auch das Gegenteil wünschen sich viele: Sie vermissen den Kontakt zu ihren Kollegen und würden auch gern wieder vor Ort im Betrieb arbeiten.

Mehr Arbeitgeber bieten Tests an

Immer mehr Arbeitgeber bieten Corona-Tests an. Knapp 91 Prozent der Befragten gaben an, einen Arbeitgeber zu haben, der ihnen Tests anbiete. Insgesamt decke das arbeitgeberseitige Angebot an Corona-Tests zum Zeitpunkt Mitte Mai 2021 rund 87 Prozent der abhängig Beschäftigten in Deutschland ab, so die Autoren in ihrer Zusammenfassung. Gegenüber dem vorherigen Bericht von Mitte April 2021 ist der Anteil damit um 13 Prozentpunkte gestiegen.

Das Testangebot wird von den Beschäftigten weiterhin gut angenommen: 57 Prozent der Befragten, die ein Testangebot nutzen konnten, hatten dieses zum Zeitpunkt der Befragung wahrgenommen.

Nur geringe Angst vor Ansteckung am Arbeitsplatz

Nur ein geringer Anteil der Befragten hat Angst, sich am Arbeitsplatz im Unternehmen mit dem Coronavirus zu infizieren. Im Vergleich zum Bericht von Mitte April 2021 ist der Wert gesunken. 

Dazu gehört vermutlich, dass die Befragten die vom Arbeitgeber getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz größtenteils als genau richtig empfinden.

Geringere Belastung

Im Vergleich zu den Monaten davor hat sich die Lebenszufriedenheit der Befragten leicht verbessert. Die Studienautoren lesen daraus, dass sich die Beschäftigten nicht mehr ganz so belastet fühlen.

Trotzdem liegt der Wert für die Lebenszufriedenheit im Durchschnitt immer noch deutlich unter dem Wert, der zu Beginn der Corona-Pandemie im April 2020 in der Bevölkerung ermittelt wurde. Frauen fühlen sich dabei stärker belastet als Männer.

Den Bericht nachlesen

Den vollständigen Bericht "Arbeitssituation und Belastungsempfinden im Kontext der Corona-Pandemie im Mai 2021" finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).