Laut der britischen Regierung sollen schon 2021/22 über das neue Programm etwa 40.000 Studierende aus Großbritannien im Ausland studieren und arbeiten können. Zu den über 150 möglichen Zielländern gehören die USA, Kanada, Australien und Japan sowie unter britischen Studierenden beliebte europäische Länder wie Deutschland und Frankreich. 

So funktioniert das neue Programm

Das Programm trage die Kosten der Studierenden für einen Auslandsaufenthalt zwischen zwei Wochen und zwölf Monaten - unter anderem die Kosten für die Reise, für Reisepässe und Visa sowie Zuschüsse zu den Lebenshaltungskosten, heißt es auf der Internetseite der britischen Regierung zum Turing-Programm

Der entscheidende Unterschied zum Vorgänger Erasmus: Turing funktioniert nur in die eine Richtung. Britische Studierende können eine Förderung beantragen - auch für einen Studienaufenthalt an Universitäten außerhalb der EU. Studierende aus der EU, die nach Großbritannien gehen möchten, können das aber nicht. 

In Deutschland gibt es weiterhin das Erasmus-Programm: Trotz des Brexits können Studierende weiterhin eine Förderung für einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien beantragen.

Unternehmen profitieren weiterhin

Mit dem neuen Austauschprogramm besteht für britische Studenten fortlaufend die Möglichkeit, in deutschen Unternehmen Praktika zu absolvieren oder als Werkstudent zu arbeiten. Junge Talente schon während des Studiums zu fördern und bestenfalls zu rekrutieren, wird in Zeiten des Fachkräftemangels immer wichtiger - entscheiden sich doch viele Studenten nach ihrer Beschäftigung als Praktikant oder Werkstudent dafür, dem Unternehmen auch nach ihrem Studium treu zu bleiben.