Für acht der zehn stärksten innerdeutschen Flugstrecken bietet die Bahn ab 2022 eine "schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Flugzeug". So lautet das Statement in einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn. Zwischen Berlin und Köln fahren die Sprinter dreimal täglich in unter vier Stunden und damit bis zu eine halbe Stunde zügiger als bisher. Schneller wird es auch auf der Strecke Düsseldorf-Köln-München und morgens von Hamburg zum Frankfurter Flughafen. Zwischen Berlin und München soll es neue Sprinter am Abend geben.

Geschäftskunden sollen angesprochen werden

Mit den "neuen Sprinterverbindungen am Tagesrand" wirbt die Bahn dabei auch um Geschäftskunden. So sei es möglich, "morgens frühere Termine wahrzunehmen und abends wieder zu Hause zu sein". Um der steigenden Zahl der Fahrgäste gerecht zu werden, will das Unternehmen zudem in diesem Jahr mehr ICE 4 einsetzen, die bis zu 918 Reisende transportieren können. So soll schrittweise der IC ersetzt werden. Der XXL-ICE könne "fünfmal so viele Menschen befördern wie ein Mittelstreckenflugzeug", so die Bahn. Neu im Fahrplan 2022 ist die Fernverkehrslinie Dortmund/Münster-Siegen-Frankfurt/Main. Dort sollen doppelstöckige Intercity-Züge fahren. Auf anderen Verbindungen ersetzen ICE-Züge die Intercitys, etwa auf der Strecke Frankfurt/Karlsruhe-Stuttgart-Ulm-München.

Die Preise steigen

Mit dem neuen Fahrplan erhöht die Bahn auch die Preise. Wie der Konzern bekannt gab, steigen sie zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,9 Prozent im Fernverkehr. Zugreisende müssen sich auch im Regionalverkehr auf höhere Fahrpreise einstellen. Die Preiserhöhung betrifft etwa 20 Prozent der Fahrten im Regionalverkehr, ansonsten gilt der Tarif der regionalen Verkehrsverbünde.