Für den neuen DGB-Index "Gute Arbeit" 2018 wurde bei mehr als 8.000 Beschäftigten erfragt, wie sie das Betriebsklima einschätzten.

Das kollegiale Miteinander stimmt

Das kollegiale Miteinander wurde als sehr positiv eingestuft: 85 Prozent der Befragten erklärten, dass sie in hohem oder sehr hohem Maß Unterstützung durch Kollegen erhalten würden, wenn sie diese benötigten. Allerdings sind 35 Prozent der Meinung, dass die Kollegialität durch ihr Unternehmen nicht oder nur wenig gefördert wird. In den Unternehmen, in denen das kollegiale Miteinander gefördert wird, fühlten sich 94 Prozent durch die Kollegen gut unterstützt. In den Unternehmen, in denen diese Förderung fehlt, sinkt der Anteil (70 Prozent).

Angst vor Vorgesetzten: Probleme werden nicht angesprochen

Knapp die Hälfe hingegen glaubt nicht, dass sie Probleme gegenüber den Vorgesetzten oder der Geschäftsführung ansprechen könnten (44 Prozent). Die Wahrnehmung eines angstbesetzten Betriebsklimas steigt bei den älteren Beschäftigten auf 52 Prozent. Kleinere Unternehmen werden im Hinblick auf das Betriebsklima positiver bewertet als mittlere oder größere Unternehmen. Allerdings traut sich auch in kleinen Unternehmen ein Drittel nicht, offen die eigene Meinung zu vertreten.

Je schlechter das Betriebsklima bewertet wird, desto häufiger äußerten die Befragten den Wunsch nach einem Arbeitgeberwechsel.

Wertschätzung und Anerkennung nehmen mit anspruchsvollen Tätigkeiten zu

Zwei Drittel der Befragten fühlen sich durch ihre Vorgesetzten ausreichend wertgeschätzt. Das bedeutet, dass immer noch ein Drittel der Befragten keine oder nur geringe Wertschätzung erlebt. Dabei fällt auf, dass die Wertschätzung steigt, je anspruchsvoller die Tätigkeit ist: Beschäftigte mit hochkomplexen Tätigkeiten fühlen sich zu 77 Prozent anerkannt und wertgeschätzt, Beschäftigte mit Hilfstätigkeiten nur zu 56 Prozent.

DGB-Index "Gute Arbeit" 2018 nachlesen

Den "DGB-Index 'Gute Arbeit' 2018 - Prima Klima? Wie die Beschäftigten die sozialen Beziehungen im Betrieb bewerten" können Sie auf der Seite des DGB als PDF herunterladen und nachlesen.