Weltweit ist Remote-Work (Fernarbeit) ein großer Trend, der nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie nochmals befeuert wurde. Mit seiner neuen Studie "The Cities Best Facilitating Remote-Work: A Global Index" analysiert und vergleicht das HR-Unternehmen Workmotion 80 Städte weltweit unter Berücksichtigung von signifikanten Faktoren wie Arbeitsrecht, Lebenshaltungskosten, Infrastruktur sowie Lebensqualität. 

Büroarbeit ist nicht mehr die Standardoption

Tatsache ist: Büroarbeit ist nicht mehr die Standardoption, die sie jahrzehntelang war. Immer mehr Arbeitnehmer haben und ergreifen die Möglichkeit, an Orte zu ziehen, die am besten zu ihrem Lebensstil passen, um von hier aus zu arbeiten. Die Unternehmen wiederum versetzt das in die Lage, die besten Talente der Welt unabhängig von ihrem Wohnort zu beschäftigen. Indikatoren wie Compliance, Lebenshaltungskosten, Infrastruktur und Lebensqualität sind wichtige Indikatoren bei der Wahl des Remote-Work-Standortes - sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für den Arbeitgeber.

Fortschrittliche Arbeitswelt: New Work

Beschäftigte sehnen sich heutzutage zunehmend nach Modellen, die Beruf und Freizeit harmonischer ineinander greifen lassen. Anstatt Job und Freizeit klar voneinander zu trennen und Zeit "aufzuteilen", heißt das neue Lebensmotto "Work-Life-Blending". Das Ziel: Ein fließender Übergang zwischen Arbeits- und Privatleben ermöglicht den Arbeitnehmern, flexibel auf private Umstände zu reagieren, selbstbestimmt zu arbeiten und damit produktiver zu sein. 

Dabei unterliegt nicht nur das Thema Arbeitszeit, sondern auch der Ort der Arbeit einem radikalen Wandel. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung weiter verdichtet und gezeigt: Remote-Work ist ein wichtiger Bestandteil von New Work - und funktioniert. 

Herausforderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Remote-Work - insbesondere im Ausland - wirft aber auch eine Vielzahl von Fragen und Herausforderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf. Unternehmen denken darüber nach, wie sie ihre Mitarbeiter am besten aus der Ferne betreuen und wie sie deren Arbeitsplätze so einrichten können, dass die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht wird. 

Die Arbeitnehmer ihrerseits ringen um die beste Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Laut einer Studie des Unternehmens McKinsey zeichnen sich die für Remote-Work prädestinierten Branchen durch einen hohen Anteil von Arbeitnehmern mit Hochschulabschluss oder höher aus.

Arbeitgebervorteile und aktuelle Standort-Trends

Der Global Index für die attraktivsten Remote-Work-Städte zeigt anhand von Open-Source-Daten, welche Städte weltweit am besten zugänglich und attraktiv für Fernarbeitskräfte sind, indem er neben den genannten Faktoren auch die aktuellen Standorttrends benennt. 

Aber auch die Zugänglichkeit der Standorte für Arbeitgeber steht im Mittelpunkt. So wurde beispielsweise untersucht, wie einfach es für Unternehmen und Arbeitgeber ist, die arbeitsrechtlichen Vorschriften in den einzelnen Städten einzuhalten, welche rechtlichen Voraussetzungen für Fernarbeit gelten und ob jeder Standort ein Visum für Fernarbeit anbietet.

Lebenshaltung, Infrastruktur und Glücksindex

Beim Blick auf die Lebenshaltungskosten berücksichtigt der Index Indikatoren wie die Steuersätze, die Kosten und die Verfügbarkeit von Wohnraum sowie die täglichen Lebenshaltungskosten an jedem Standort.

Zur Evaluierung der jeweiligen städtischen Infrastruktur zählen die Initiatoren des Indexes auch das Niveau der Gleichstellung der Geschlechter, von Minderheiten und der politischen Stabilität in jeder Stadt. Die Qualität des öffentlichen Bildungssystems sowie der Zugang der Bürger zum Gesundheitswesen sind ebenfalls in die Bewertung der Attraktivität eines Ortes eingeflossen. 

Last but not least wurden mit Blick auf die Lebensqualität das Glücksniveau der Bürger in jeder Stadt sowie das kulturelle Angebot und die Mobilitätsmöglichkeiten analysiert.