Eltern in Teilzeit

  • Während des Bezugs von Elterngeld und während der Elternzeit können Eltern nun bis zu 32 Wochenstunden statt 30 Wochenstunden arbeiten.
  • Eltern, die gemeinsam in Teilzeit arbeiten, können einen sogenannten Partnerschaftsbonus bekommen. Auch dafür wurden die Wochenarbeitszeitgrenzen gedehnt: Der Partnerschaftsbonus kann künftig mit 24 bis 32 Wochenstunden statt wie bisher mit 25 bis 30 Wochenstunden bezogen werden. 
  • Der Partnerschaftsbonus wird außerdem flexibler gestaltet, Eltern müssen nur im Ausnahmefall nachträglich Nachweise über ihre Arbeitszeit erbringen. 

Bezug von Lohnersatzleistungen

Durch die Reform soll sichergestellt werden, dass sich das Elterngeld für Eltern in Teilzeitarbeit nicht reduziert, wenn sie bestimmte Leistungen beziehen wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld oder Krankengeld. Bisher hat dies zu einer Verringerung der Elterngeldhöhe geführt.

Corona-Sonderregelung zum Partnerschaftsbonus

Wenn Eltern den Partnerschaftsbonus beziehen und wegen der Corona-Pandemie nicht wie eigentlich geplant in Teilzeit arbeiten konnten, müssen sie den Partnerschaftsbonus nicht zurückzahlen. Die Regelung gilt vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2021.

Eltern von Frühgeborenen

Wenn ein Kind mindestens sechs Wochen vor dem mutmaßlichen Entbindungstermin auf die Welt kommt, haben die Eltern Anspruch auf einen zusätzlichen Monat Elterngeld.

Wird das Kind acht Wochen zu früh geboren, haben Eltern Anspruch auf zwei zusätzliche Elterngeldmonate, bei zwölf Wochen auf drei Monate und bei 16 Wochen auf vier Monate.

Einkommensgrenzen für Elterngeldbezug

Künftig haben nur noch Eltern Anspruch auf Elterngeld, die zusammen bis zu 300.000 Euro pro Jahr verdienen. Bisher lag die Grenze bei 500.000 Euro. Es wird davon ausgegangen, dass sich Spitzenverdiener oberhalb dieser Grenze für den Zeitraum der Elternzeit eigenständig versorgen können. Für Alleinerziehende beträgt die Grenze weiterhin 250.000 Euro.

Gesetz verabschiedet

Das "Zweite Gesetz zur Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes" wurde am 29. Januar 2021 vom Bundestag verabschiedet und am 12. Februar 2021 vom Bundesrat gebilligt. Es tritt zum 1. September 2021 in Kraft. 

Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).