Väter engagieren sich familiär mehr als gedacht, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Unter anderem deswegen will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Elterngeld reformieren.

Das sind die wichtigsten Punkte des geplanten "Gesetzes zum Ausbau, zur Flexibilisierung und Vereinfachung des Elterngeldes":

Längerer Elterngeldanspruch bei Frühgeburten

Wird ein Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin geboren, sollen die Eltern zukünftig einen Monat länger Elterngeld bekommen. 

Teilzeitarbeit wird ausgeweitet

Während der Elternzeit können Eltern in Teilzeit arbeiten und trotzdem Elterngeld erhalten. Bisher dürfen sie bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Diese Grenze soll auf 32 Wochenstunden angehoben werden, damit eine Vier-Tage-Woche möglich wird.

Die Regeln für den Partnerschaftsbonus, also die parallele Teilzeitarbeit beider Elternteile und die gemeinsame Kinderbetreuung, sollen ebenfalls angepasst werden. Damit soll die Beteiligung der Väter gestärkt werden.

Topverdiener: Anspruchsgrenze wird gesenkt

Wer mehr als 500.000 Euro pro Jahr verdient, hat keinen Anspruch auf Elterngeld. Diese Anspruchsgrenze soll abgesenkt werden und künftig bei 300.000 Euro jährlich liegen.

Das Gesetz soll 2021 in Kraft treten.

Referentenentwurf und weitere Infos zum Elterngeld

Den Referentenentwurf zur Elterngeldreform finden Sie auf der Seite des Familienministeriums.. Dort gibt es auch weitere Informationen zum aktuellen Elterngeld und zum ElterngeldPlus.