Mit der geplanten "Brieftasche für die europäische digitale Identität" (EUid-Brieftasche) werden sich EU-Bürger und -Einwohner nicht nur digital ausweisen können. Sie haben auch die Möglichkeit, alle Identitätsdaten und amtlichen Dokumente wie Führerscheine, ärztliche Verschreibungen oder auch Ausbildungsnachweise in elektronischer Form zu speichern und zu verwalten. 

Notwendigkeit für einheitliche Regelung

Sicher, kostenlos und benutzerfreundlich sollen die elektronischen Brieftaschen sein, die die Mitgliedstaaten ihren Bürgern und Einwohnern bereitstellen. So schlägt es die EU-Kommission vor. Hintergrund ist, dass einige Länder bereits digitale Identifizierungsmittel anbieten, andere nicht. 

Die Corona-Pandemie und die zunehmende Nutzung digitaler Dienste haben die Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung deutlich gemacht. Jede in der EU lebende Person soll eine EUid-Brieftasche nutzen dürfen und dabei die volle Kontrolle über die eigenen Daten behalten. Vorteil: Der Zugang zu öffentlichen und privaten Online-Diensten in der EU, insbesondere zu solchen, die eine starke Nutzerauthentifizierung erfordern, wird dadurch vereinfacht. Eine Nutzungspflicht der digitalen Brieftasche soll es nicht geben.