So will etwa jede dritte deutsche Firma in Kürze wieder in andere europäische Länder, in den Nahen Osten und nach Afrika (EMEA) reisen. Dies geht aus den Ergebnissen einer Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) von Ende Mai 2020 hervor. 

Weiterhin rechnet ein Großteil der befragten Firmen - 60,2 Prozent - erst einmal nicht mit einer Wiederaufnahme der Reisetätigkeit. Dieser Aussage hatten Ende April noch 84,4 Prozent der Befragten zugestimmt.

Auch China wird wieder angeflogen

Geschäftsreisen nach China sollen bei rund elf Prozent der Befragten wieder möglich sein, andere asiatische Länder sowie Pazifik-Staaten stehen bei 6,2 Prozent im Reiseplan. Sehr verhalten zeigen sich Unternehmen bei Geschäftsreisen in die USA sowie nach Kanada. Lediglich vier Prozent halten Reisen in diese Länder in naher Zukunft für denkbar.

Firmen erwarten mehr Aufwand

Eine große Mehrheit der Befragten erwartet laut der Umfrage für künftige Dienstreisen mehr Bürokratie. Die Tatsache, dass künftig zum Beispiel für Einreisedokumente ein Mehraufwand erforderlich sein wird, halten über 90 Prozent für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich.

Der Verband befragt Unternehmen alle zwei Wochen zur Stimmungslage  in Bezug auf Geschäftsreisen in Corona-Zeiten. Während Ende März noch 42 Prozent der Firmen alle Business-Trips verboten hatten, waren es Ende Mai nur noch 4,8 Prozent.

Statt eines Verbots lassen die meisten Unternehmen (82 Prozent) Vorsicht walten und erlauben Reisen nur in begründeten Ausnahmefällen.