Die britische Regierung plant, demnächst die sogenannten "goldenen Visa" abzuschaffen. Bislang galt: Wer mindestens 2 Millionen Pfund pro Jahr in Großbritannien investierte, konnte einen Aufenthaltstitel erwerben, der dazu berechtigt, im Land zu bleiben und auch die Familie nachzuholen. Zwar ist das Visum zeitlich begrenzt, es gibt aber die Möglichkeit, es in einen unbegrenzten Titel umzuwandeln.

Investoren locken

Das Vereinigte Königreich führte die "goldenen Visa" oder auch "Tier 1 (Investor) visa" 2008 ein, um vermehrt ausländische Investitionen ins Land zu holen. Von 2008 bis 2015 wurden über 6.000 dieser Visa vergeben. 2015 verschärfte die Regierung die Regeln zur Erlangung des Aufenthaltstitels. Seitdem müssen Investoren ein Konto in Großbritannien nachweisen und werden auf Vorstrafen überprüft.

Reaktion auf Vorwürfe

Mit dem neuen Gesetz, das vorsieht, die "goldenen Visa" komplett zu streichen, reagiert die Regierung nun auf anhaltende Kritik. Immer wieder gibt es Vorwürfe, dass im Land nicht genug gegen Geldwäsche und für die Transparenz von Investitionen getan wird. Entsprechende Regeln, das zu ändern, sollen in den kommenden Monaten vorgelegt werden. Ergänzend dazu soll auch eine Reform des Handelsregisters angestoßen werden, um zu vermeiden, dass dort weiterhin jede Person eine Firma mit einem Fantasie-Namen eintragen kann.

Work Visa im Überblick

Welche Visa für wen und unter welchen Bedingungen für das Vereinigte Königreich möglich sind, finden Sie auf der Seite der britischen Regierung im Überblick.