Um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen, soll die Anwerbung, Vermittlung und Integration von Pflegepersonal aus dem Ausland erleichtert und verbessert werden. Dazu will das neue staatliche Gütesiegel "Faire Anwerbung Pflege Deutschland" einen Beitrag leisten. Es zeichnet Vermittlungsagenturen und Arbeitgeber aus, die den Prozess der Anwerbung ethisch, fair und transparent gestalten.

Kriterien erfüllen

Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen der privaten Anwerbung können das Siegel erlangen, indem sie verschiedene Anforderungen erfüllen, die in einem Kriterienkatalog festgeschrieben sind. Im Fokus stehen dabei die adressatengerechte Informationserteilung während des gesamten Prozesses, eine klare und mit den Inhalten und Zielen des Gütezeichens vereinbare Unternehmenspolitik sowie ein hoher Transparenzanspruch. 

Angemessene Informationsvermittlung

Arbeitgeber verpflichten sich unter anderem, die Pflegekräfte beim Visumverfahren sowie bei der Anerkennung ihrer Qualifikationen und Berufsabschlüsse zu unterstützen. Dazu zählt auch, dass den Betroffenen alle Unterlagen und Informationen in der Sprache ihres Herkunftslandes zur Verfügung gestellt werden, damit sie eine souveräne Entscheidung treffen können. Zudem muss garantiert werden, dass der Arbeitgeber alle Kosten übernimmt, die bei der Anwerbung entstehen.

Transparenz etablieren

Außerdem sichern die Arbeitgeber eine Gleichstellung mit einheimischen Fachkräften zu und unterstützen bei der Integration, beispielsweise durch die Finanzierung von Sprachkursen. Jeder Benutzer des Siegels verpflichtet sich, Transparenz und Verlässlichkeit im gesamten Anwerbe- und Vermittlungsprozess zu implementieren, und ist dafür verantwortlich, die Einhaltung der Prüfkriterien fortlaufend sicherzustellen.