Lärm wird von den meisten Menschen als Belastung oder Stress empfunden. Wenn er jedoch einen gewissen Schallpegel überschreitet, kann Lärm darüber hinaus auch noch das Gehör dauerhaft schädigen. Deshalb ist es wichtig, bei einer Gefährdungsbeurteilung auch zu ermitteln, wo der Lärm besonders groß ist, wie er sich verteilt und wie sich die Lärmsituation verbessern lässt.

BAuA: Schallprognose-App

Die neue App SPA (SchallPrognoseApp) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) soll dabei helfen: Mit ihr kann die aktuelle Situation beurteilt werden. Außerdem kann man mit ihr überprüfen, ob neue oder veränderte Lärmschutzmaßnahmen wirksam sind. So können Lärmbereiche sowie die Überschreitung von Auslöseschwellen frühzeitig abgeschätzt werden.

Die App kann kostenlos genutzt werden und erfordert keine Vorkenntnisse. Eine Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie man vorgehen muss, um auf die geforderten Angaben zu kommen. Für die Berechnung sind dann diese Angaben nötig:

  • Abmessungen der Räume, 
  • wie absorbierend Wände und Decken sind,
  • Angaben des Schallleistungspegels bzw. des Emissions-Schalldruckpegels sowie
  • die Position der Maschinen.

Die Ergebnisse der Berechnung werden unter anderem im Ampelmodus ausgegeben, sodass Lärmbereiche auf einen Blick erkennbar sind. Das ist vor allem dann interessant, wenn man Parameter ändert, um einzuschätzen, ob bestimmte Lärmschutzmaßnahmen etwas bringen würden, wie zum Beispiel der Einbau einer absorbierenden Decke. Die Ergebnisse der Analyse können außerdem zur Dokumentation in andere Anwendungen exportiert werden.