Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im zweiten Quartal 2022 deutlich mit 664.000 Personen gegenüber dem Vorjahresquartal 2021 und lag mit 45,5 Millionen Personen in Deutschland über dem Niveau vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie im ersten Quartal 2020. 

EU: Leichter Anstieg der Erwerbstätigkeit

Im zweiten Quartal 2022 stieg die Anzahl der Erwerbstätigen in der Europäischen Union um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und saisonbereinigt um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. 

Laut Statistischem Bundesamt ist der Anstieg der Erwerbstätigkeit in Deutschland im Vorjahresvergleich so stark wie seit dem ersten Quartal 2018 nicht mehr: Verglichen mit dem zweiten Quartal 2021 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2022 um 664.000 Personen (+1,5 Prozent). 

"Wegen des Beschäftigungsaufschwungs werden in Deutschland wieder fast so viele Stunden gearbeitet wie vor der Pandemie. Die Omikron-Welle und andere Infektionen sowie der Teilzeit-Boom lassen die geleistete Arbeitszeit pro Kopf aber trotz des Rückgangs der Kurzarbeit sinken", berichtete Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 

Die Teilzeitquote ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozentpunkte gestiegen und lag bei 38,8 Prozent. Damit hat sie ihren Höchstwert vom zweiten Quartal 2019 wieder erreicht. 

Krankenstand lag über Vorjahresquartal

Nach den IAB-Hochrechnungen ging die Kurzarbeit im zweiten Quartal 2022 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1,78 Millionen Personen auf nun 390.000 Personen deutlich zurück. Der Krankenstand lag im zweiten Quartal 2022 mit 5,18 Prozent klar über dem des Vorjahresquartals mit 4,11 Prozent.