Rückruf von Mitarbeitern, grenzüberschreitendes Homeoffice, Verzögerungen beim Einsatz von internationalem Personal - diese Themen beschäftigen derzeit viele Arbeitgeber. "Wer im Unternehmen aktuell für den Bereich Global Mobility zuständig ist, muss jetzt Krisenmanagement beherrschen", sagt Omer Dotou, Leiter Global Mobility Services des Unternehmens BDAE Consult. "Es gibt derzeit sehr viele aufenthaltsrechtliche und arbeitsrechtliche Unsicherheiten - da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten." 

Als Experte im TK-Webinar  beantwortete Dotou die drängendsten Fragen zum internationalen Sozialversicherungsrecht in Corona-Zeiten. Als weitere Referenten standen Steuerberater Michael Yönden und Unternehmensberaterin Lea Fiebelkorn (BDAE) Rede und Antwort.

Die behandelten Themen im Webinar

Im Webinar, das Sie als Video-Mitschnitt ansehen können, wurden unter anderem folgende Punkte erläutert (in Klammern der Zeitpunkt im Webinar-Video):

Rückruf von Mitarbeitern

  • Warum und wann sollte ein Expat aus dem Ausland zurückgeholt werden? (Minute 13:59)
  • Wer hat die Kosten für die vorzeitige Rückkehr von Mitarbeitern aus dem Ausland zu tragen? (Minute 16:04)
  • Welches Recht hat der Arbeitgeber bei Entsendungen in Bezug auf den vorzeitigen Rückruf? Was sollte der Entsendevertrag enthalten? (Minute 17:30)
  • Was ist bei Entsendungen zu beachten, wenn eine vertragliche Regelung zur vorzeitigen Rückkehr fehlt? (Minute 20:00)
  • Was gilt bei einer Versetzung in die ausländische Tochtergesellschaft? (Minute 23:03)
  • Wie organisieren Arbeitgeber eine Rückkehr nach Deutschland? (Minute 27:59)

Homeoffice im Ausland

  • Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter aus dem Ausland eine Stelle nicht antreten kann – in Bezug auf Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht? (Minute 39:40)
  • Welche steuerrechtliche Ansässigkeit gilt, wenn ein Mitarbeiter ins Ausland reist, dort festsitzt und im Homeoffice arbeitet? Was ist bei der Sozialversicherungspflicht zu beachten? (Stunde 1:30:22)
  • Was ist zu beachten, wenn ein neu eingestellter Mitarbeiter nicht antritt, sondern aus dem Ausland heraus im Homeoffice arbeitet? Was gilt im Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht? (Stunde 1:38:22)

Antworten auf beispielhafte Fragen (FAQ-Liste)

Die Fragen der Webinar-Teilnehmer wurden durch die Experten schriftlich beantwortet und sind in der FAQ "Global Mobility: Recht­liche Gestal­tungs­mög­lich­keiten während der Corona-Krise" vom 26.05.2020 (PDF, 262 kB) unter der jeweiligen Ziffer nachzulesen.

  • Wie sind Mitarbeiter sozialversichert, wenn sie vom Ausland aus im Homeoffice für die deutsche Gesellschaft tätig sind? (Frage 1. a-d)
  • Welchen Schutz genießen Mitarbeiterinnen, die im Homeoffice im Ausland schwanger werden? (Frage 1. e)
  • Welche Bedingungen gelten, wenn ein ausländischer Mitarbeiter seine Stelle nicht antreten kann, nicht hier angemeldet ist und vorerst in seinem Heimatland im Homeoffice arbeitet? (Frage 2.)
  • Welchen steuerrechtlichen Status haben Mitarbeiter bei vorzeitig abgebrochenen Entsendungen, wenn sie nun in Deutschland arbeiten? (Frage 3.)
  • Was gilt für Mitarbeiter mit befristetem deutschen Aufenthaltstitel, die aktuell im Ausland festsitzen? (Frage 4.)
  • Ein Mitarbeiter hat einen befristeten Aufenthaltstitel in Deutschland und soll im ausländischen Unternehmensteil tätig werden. Unter welchen Voraussetzungen kann er vorerst in Deutschland bleiben und von hier aus im Ausland arbeiten? (Frage 5.)
  • Ist eine Kündigung vor Beginn des Beschäftigungsverhältnisses möglich? (Frage 6.)

Hinweis: Das Webinar fand am 19. Mai 2020 statt und spiegelt die Situation dieses Datums wider. 

Umfangreiche Informationen zu sozialversicherungsrechtlichen Fragen im Zuge der Coronavirus-Pandemie finden Sie auch auf unserer Sonderseite .