Pflegende Angehörige übernehmen gesamtgesellschaftlich eine zentrale Aufgabe, weil sie die Mehrheit der Pflegebedürftigen betreuen. Immer häufiger stehen sie dabei gleichzeitig im Berufsleben. Durch die enorme Doppelbelastung besteht ein erhöhtes Risiko von psychischen Erkrankungen bis hin zum Burn-Out. 

In der Corona-Krise stehen die Betroffenen mit dieser Aufgabe häufig allein da, weil Betreuungs- und Entlastungsangebote wie Tagespflegen oder Betroffenengruppen geschlossen werden mussten. Deswegen sind pflegende Angehörige gerade jetzt auf Verständnis und Entlastung angewiesen. 

Der Otto Heinemann Preis zeichnet Unternehmen und Institutionen aus, die mit klugen Konzepten und vorbildlichen Lösungen ihre Angestellten entlasten. 

Netzwerk: Benefit für Wettbewerbsteilnehmer

Teilnehmer des Wettbewerbs werden Teil des Netzwerks rund um den Otto Heinemann Preis. Über eine Plattform können die Wettbewerbsteilnehmer Erfahrungen austauschen: 

  • Welche Strukturen tragen gerade unter schwierigen Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und damit zur Entlastung pflegender Angehöriger bei?
  • Welche pragmatischen Lösungen bringen schnell und unkompliziert Erleichterung?
  • Welche Erfahrungen wurden mit Heimarbeit und flexiblen Arbeitszeiten gesammelt, auch in Branchen, in denen diese Optionen vorher nicht denkbar waren? 

Das Ziel des Austauschs: Aus diesen Erfahrungen für unsere gemeinsame Zukunft zu lernen und Pflegende langfristig bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen. 

Die Teilnahme am Wettbewerb war bis zum 22. Juli 2020 möglich. Sie können sich aber schon jetzt für die Teilnahme 2021 vormerken lassen. Die diesjährige Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Berliner Pflegekonferenz 2020.