SOLVIT ist ein kostenloses Online-Netzwerk der EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen. Es wurde 2002 gegründet und wird von der EU-Kommission unter anderem mit einem einheitlichen IT-Rahmen unterstützt. Die Kommission springt außerdem überall dort ein, wo die nationalen SOLVIT-Stellen mit schwerwiegenden Verstößen konfrontiert sind.

Nationale Ansprechpartner

Die Kontaktaufnahme mit SOLVIT erfolgt online. Unternehmen können einen Antrag an die jeweilige Landesstelle ausfüllen, wenn innerhalb der EU eine Behörde Vorschriften fehlerhaft oder unzureichend anwendet. SOLVIT nimmt dann Kontakt auf und vermittelt zwischen dem Unternehmen und der jeweiligen Behörde. Ziel ist es, dass die rechtlich festgeschriebenen Vorteile des Binnenmarktes auch genutzt werden können.

Lösung innerhalb von zehn Wochen

Das Expertenteam von SOLVIT hat bereits 29.000 Fälle in den letzten 20 Jahren bearbeitet. 85 Prozent davon konnten direkt gelöst werden. Alle anderen Anliegen versucht SOLVIT, innerhalb von zehn Wochen ab Annahme zu bewältigen. 

Allgemein können Anliegen sämtliche Problemstellungen betreffen, die bei Handel und Dienstleistungen im europäischen Ausland auftreten können.

Rechtliche Verfahren sind ausgeschlossen

Werden die vier Grundfreiheiten des Binnenmarkts angegriffen, die Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr sowie die Arbeitnehmer- und Niederlassungsfreiheit regeln, kann SOLVIT einschreiten. 

Ausnahmen sind Probleme mit anderen Unternehmen, Verbraucherprobleme, Schadensersatzklagen sowie Gerichtsverfahren.