Voraussetzung für die Krankschreibung per Telefon ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. Auch wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, darf der Arzt telefonisch krankschreiben.

Die Möglichkeit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefon besteht bereits seit einigen Wochen. Bisher durften Ärzte jedoch maximal für die Dauer von sieben Tagen auf diesem Weg krankschreiben und nur, wenn kein Infektionsverdacht bestand.

Neu: Bis zu 14 Tage und auch für Verdachtsfälle

Nun wurde die Regelung auf 14 Tage ausgeweitet und Verdachtsfälle wurden mit einbezogen. Allerdings gilt auch bei den Verdachtsfällen, dass eine telefonische AU-Bescheinigung nur möglich ist, wenn die Erkrankten lediglich unter leichten Beschwerden der oberen Atemwege leiden.

Damit können Erkrankte auch im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht die Arztpraxis aufsuchen. So wird das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus reduziert.

Die Regelung zur telefonischen AU ist bis zum 23. Juni 2020 befristet.