Ob Schlaganfall, Herzinfarkt oder Unfall – in Notfällen entscheiden oft Sekunden über Leben und Tod. Doch ohne zu zögern zu helfen, fällt vielen Menschen schwer. Dabei sind bei den meisten die Voraussetzungen dafür durchaus gegeben - theoretisch. Laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse haben 93 Prozent der Bundesbürger nach eigenen Angaben schon einmal an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. Bei fast jedem Vierten (23 Prozent) ist das allerdings mehr als 20 Jahre her. Bei den Deutschen ab 60 betrifft das sogar fast jeden Zweiten (46 Prozent). Sieben Prozent der Bundesbürger haben noch nie einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK sagt dazu: "Die meisten haben ihren letzten Erste-Hilfe-Kurs im Zusammenhang mit dem Führerschein gemacht. Doch das ist zu wenig."

Zweifel an den Helfer-Fähigkeiten 

Um wichtige Maßnahmen und Handgriffe wieder zu aktivieren, hat die TK in Kooperation mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) die Notfall-Trainer-App "TK-RescueMe VR" entwickelt. Mittels Virtual Reality lernen Nutzer in einem interaktiven Video die Herzdruckmassage unter Realbedingungen. Dr. Jens Baas: "Die App ersetzt keinen Erste-Hilfe-Kurs. Aber sie frischt altes Wissen auf und kann jederzeit genutzt werden, sowohl im privaten Bereich als auch in Unternehmen. Beispielsweise um die Ersthelfer in den Betrieben zu schulen - und zwar niedrigschwellig und ohne viel Aufwand." 

Dafür brauchen Nutzer ein Smartphone sowie eine VR-Brille. Als Ersatz für die Brille reicht auch ein sogenanntes Cardboard, das bereits für ein paar Euro erhältlich ist. Ein Cardboard funktioniert wie eine Art Brillengestell, in das man das Handy einfach einlegt. "Mit Hilfe der App wird der Nutzer direkt in eine virtuelle Notfallsituation gebracht. Dort muss er unter Zeitdruck unter Anleitung eine Wiederbelebung ausführen", sagt Professor Dr. Bernd Böttiger, Vorstandsvorsitzender des GRC. "Durch die Simulation fühlt sich der Nutzer wie in einer echten Notfallsituation, dort geht es dann ja auch um jede Sekunde." 

"TK-RescueMe VR" ist kostenlos bei Google Play und im Apple-Store erhältlich. Alle Informationen finden Sie außerdem unter tk.de/tk-rescueme .

Kostenlose Informationsmaterialien zum Thema Reanimation bietet der Deutsche Rat für Wiederbelebung.

Service für Unternehmen: VR-Brillen über die TK beziehen

Unternehmen können VR-Brillen zur Nutzung der interaktiven Virtual-Reality-App über die TK erhalten. Damit schaffen Sie die Voraussetzung, dass Ihre Mitarbeiter die App direkt anwenden und von der Wichtigkeit lebensrettender Maßnahmen gezielt überzeugt werden. Damit die hygienische Anwendung sichergestellt ist, sind für den Schutz vor Infektionen außerdem Vliesfolien für die VR-Brillen erhältlich. Wenden Sie sich einfach an Ihren TK-Firmenkundenberater oder an firmenkunden@tk.de.