Kennen Sie das Post-Holiday-Syndrom? Ca. zwei Drittel der Beschäftigten kämpfen damit. Darunter versteht man die Schwierigkeit, nach dem Urlaub wieder in den normalen Alltags- und Arbeitsmodus zurückzufinden. Das kann zu einem Stimmungstief führen, das in der Regel um die drei Tage anhält.

Damit Urlaubsrückkehrer nicht sofort wieder in alte Stressmuster verfallen und sich ihre Erholung so lange wie möglich erhalten, hat die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) sechs Tipps und einige Empfehlungen für Führungskräfte zusammengestellt.

1. Urlaub in der Woche beginnen und beenden

Wenn man seinen Urlaub an einem Mittwoch oder Donnerstag beginnt und auch wieder beendet, hat man jeweils nur eine kurze Arbeitswoche und kann sanft wieder einsteigen.

2. Die Zeit zum Ankommen einplanen

Man sollte möglichst nicht erst am letzten Urlaubstag nach Hause zurückkehren. Außerdem ist es ratsam, den ersten Arbeitstag im Büro nicht zu stark zu verplanen und sich Zeit für den Wiedereinstieg zu nehmen. Dabei kann es auch helfen, die Abwesenheitsnotiz einen Tag länger einzustellen.

3. Sortieren und priorisieren - und kein Druck

Nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz sollte man erstmal sichten, was alles anfällt. Und dann entscheiden, was man in welcher Reihenfolge angeht. Wichtig: Es sollte kein Druck entstehen. Wenn man etwas nicht in einer bestimmten Frist schafft, sollte man rechtzeitig das Gespräch suchen und die Fristen klären.

4. Langsameres Arbeiten und Pausen einplanen

In den ersten Tagen nach dem Urlaub kann man nicht sofort wieder die alte Leistungsfähigkeit erreichen. Daher sollte man sich zunächst genügend Pausen und ausreichend Zeit gönnen, um in den alten Rhythmus wieder herein zu finden und sich nicht zu überfordern.

5. An den Urlaub erinnern

Wer sich schöne Urlaubsmomente in Erinnerung ruft, kann das Urlaubsgefühl auch in den Arbeitsalltag übertragen und sich die Urlaubsstimmung so etwas länger erhalten. Vom Urlaub zu erzählen, kann das noch fördern.

6. Schon den nächsten Urlaub planen

Auch wenn der Urlaub grade vorbei ist, kann es durch das Nach-Urlaubs-Tief helfen, wenn man sich schon auf die nächste Auszeit freuen kann. Das muss kein Jahresurlaub sein, ein kurzer Trip reicht schon.

Was Führungskräfte tun können

Um Ihren Mitarbeitern die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, können auch Führungskräfte einiges tun.

  • Vielen Mitarbeitern hilft es, wenn man ihnen nach dem Urlaub eine klare Struktur bietet, bestimmte Aufgaben zuteilt oder einfach ein Gespräch zur Orientierung mit ihnen führt.
  • Außerdem hilft es, wenn Sie Verständnis dafür zeigen, dass Ihre Mitarbeiter erstmal wieder "ankommen" müssen und etwas mehr Zeit brauchen, um wieder in alles hinein zu finden.
  • Nehmen Sie ihnen den Druck und geben Sie ihnen am besten klar zu verstehen, dass Pausen und ein früher oder zumindest pünktlicher Feierabend völlig in Ordnung sind.