"Hintergrund ist die Tatsache, dass in einigen Ländern pauschale Sozialversicherungsbeiträge in Rechnung gestellt werden. Um diese sogenannten Globalbeiträge als Sonderausgaben geltend machen zu können, müssen sie in Deutschland wieder nach den einzelnen Sozialversicherungszweigen wie Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung aufgeteilt werden", erklärt Achim Siegmann vom Steuerberatungsunternehmen Lehleiter + Partner. Seine Kanzlei berät unter anderem Firmen in Grenzregionen in Baden-Württemberg und Sachsen. 

Den Maßstab zur Aufteilung des pauschalen Globalbeitrags für die jeweiligen Länder gibt das Bundesfinanzministerium im jährlichen Rundschreiben bekannt, wobei die aktuellen Werte für den folgenden Veranlagungszeitraum 2020 gelten.

Beiträge gelten auch beim Brexit

Die im Schreiben genannten Werte beziehen sich auf die Länder Belgien, Irland, Lettland, Malta, Norwegen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und Zypern. Die für das Vereinigte Königreich ausgewiesenen Prozentsätze gelten gemäß Rundschreiben für den gesamten Veranlagungszeitraum 2020 - ungeachtet des beabsichtigten Austritts aus der EU.

Globalbeiträge in Staaten außerhalb Europas müssen laut Finanzministerium "nach den Umständen des Einzelfalls" vorgenommen werden.