Pro Beschäftigtem und Jahr können Arbeitgeber bis zu 600 Euro 

  • für qualitätsgesicherte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Primärprävention und 
  • zur betrieblichen Gesundheitsförderung 

aufwenden, ohne dass die Mitarbeiter dies als geldwerten Vorteil versteuern müssten.

Seit 2019 gilt nach § 3 Nr. 34 EStG (Einkommensteuergesetz): Für Leistungen "zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V genügen", sind Aufwendungen von Arbeitgebern einkommensteuerfrei.

Die im Einkommensteuergesetz geforderte Zertifizierung hatte bei Arbeitgebern zu Verunsicherung geführt, wenn sie ihren Mitarbeitern Maßnahmen angeboten haben, die den Vorgaben des Leitfadens Prävention entsprachen, wie zum Beispiel eine "Bewegte Pause".

Inzwischen gibt es eine "Umsetzungshilfe zur steuerlichen Anerkennung von Arbeitgeberleistungen nach § 3 Nr. 34 EStG" des Bundesfinanzministeriums (BMF).

Rechtssichere Beratung nur durch das Finanzamt

Wichtig: Fragen zu dieser Umsetzungshilfe und zur steuerlichen Behandlung von Gesundheitsmaßnahmen können weder die Krankenkassen noch der GKV-Spitzenverband beantworten. Wer als Arbeitgeber rechtssichere Antworten benötigt, kann sich an das zuständige Betriebsstättenfinanzamt wenden.

Allgemeine Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung finden Sie beim GKV-Spitzenverband.